Manifest v3: Chrome-Erweiterungs-API im Firefox soll 2022 fertig werden

Mozilla startet eine Vorschau auf die neue API im Firefox. Nutzer sollen Erweiterungen besser steuern können und Blocker bleiben erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Manifest v3 im Firefox kommt.
Das Manifest v3 im Firefox kommt. (Bild: Pixabay)

Browser-Hersteller Mozilla startet eine Entwicklungsvorschau für die Umsetzung einer neuen Erweiterungs-API im Firefox, wie das Unternehmen in seinem Addons-Blog mitteilt. Grundlage ist die Umsetzung des sogenannten Manifest v3, das ursprünglich für Chrome initiiert wurde. Bereits vor rund einem Jahr hatte Mozilla bekräftigt, das Manifest v3 ebenfalls nutzen zu wollen.

Stellenmarkt
  1. Junior Network Engineer - Firewall (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Köln, Stuttgart
  2. Junior Network Engineer - Connectivity (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart, Köln
Detailsuche

Beim Manifest v3 handelt es sich um ein Regelwerk sowie unter anderem um eine Sammlung von Schnittstellen, die für Erweiterungen im Browser zur Nutzung bereitstehen. Die Einführung des Manifest v3 führte im Chrome-Browser zu zahlreichen Diskussionen und weitreichender Kritik an Hersteller Google, da das Team damit die Funktion bestehender Techniken, allen voran Werbeblockern, aktiv einschränkt.

Der Chrome-Browser nutzt das Manifest v3 seit Ende 2020. Mit der Unterstützung der Schnittstellen durch Apple für den Safari-Browser haben die Hersteller letztlich eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Standardisierung der neuen Schnittstellen und für die Zusammenarbeit rund um die neuen Webextensions gegründet.

Neue Schnittstellen bringen Verbesserungen

In seiner Ankündigung hebt Mozilla hervor, dass der Wechsel auf das Manifest v3 zahlreiche Verbesserungen auch an der Architektur bringen werde. Das betreffe etwa die sogenannte Background-Page, die für jede Erweiterung läuft, unter Android teilweise beendet werden muss. Mit dem Manifest v3 sollen sich die Skripte neu starten lassen.

Golem Karrierewelt
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    12.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Als Ersatz für die dauerhafte Background-Page hat das Chrome-Team Background Service Worker geschaffen. Mozilla unterstütze diesen Ansatz vor allem, weil dieser "Event-driven" sei. Allerdings seien die neuen Worker für viele Web-Entwickler weiter ungewohnt und böten auch nicht alle bisherigen Funktionen für den DOM-Zugriff. Hier will Mozilla für eine leichtere Migration sorgen.

Verbessert werde auch die Sicherheit. Mozilla will etwa unsichere Zugriffe der sogenannten Inhalte-Skripte auf Webseiten verhindern. Auch sollen Cross-Origin-Requests nur noch über CORS möglich sein. Darüber hinaus sollen sämtliche Zugriffe von Erweiterungen auf Webseiten optional werden und Nutzer Steuerungsmöglichkeiten dafür erhalten, ob und wie dieser Zugriff erfolgen darf.

Die Diskussionen rund um die Einführung des Manifest v3 in Chrome betrafen vor allem die Webrequest-API beziehungsweise deren von Google genutzten Ersatz Declarative Net Request (DNR). Mozilla wiederholt nun, dass im Firefox jedoch beide APIs erhalten bleiben sollen. Ebenso will der Hersteller weiter mit den Entwicklern von Inhalte-Blockern zusammenarbeiten, die die Webrequest-API verwenden.

Mozilla hofft, dass mit der nun gestarteten Entwicklungsvorschau die neuen Schnittstellen zahlreich getestet werden, um Fehler und mögliche Fehlstellen aufzufinden. Bis Ende 2022 will Mozilla die Implementierung im Firefox fertiggestellt haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
Artikel
  1. Wochenrückblick: Solide Leistung
    Wochenrückblick
    Solide Leistung

    Golem.de-Wochenrückblick Der M2-Chip im Test und Neues von Sony und VW: die Woche im Video.

  2. US-Streaming: Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat
    US-Streaming
    Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat

    Netflix hat zunehmend Probleme, neue Abonnenten zu halten. Der Anteil an Neukunden, die nach einem Monat wieder kündigen, steigt.

  3. Ayn Loki Zero: Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar
    Ayn Loki Zero
    Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar

    Es ist das bisher günstigste Modell in einer Reihe von vielen: Der Loki Zero mit 6-Zoll-Display nutzt einen Athlon-Prozessor mit Vega-Grafik.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. G.Skill Trident Z Neo 32 GB DDR4-3600 149€ und Patriot P300 512 GB M.2 39€) • Alternate (u. a. Acer Nitro XZ270UP QHD/165 Hz 246,89€ und Acer Predator X28 UHD/155 Hz 1.105,99€) • Samsung GU75AU7179 699€ • Kingston A400 480 GB 39,99€ • Alterrnate Weekend Sale [Werbung]
    •  /