Manifest v2: Google verschiebt spontanes Abschalten alter Erweiterungen

Beim Übergang hin zu Googles umstrittener und vielfach kritisierter neuer Erweiterungs-API Manifest v3 im Chrome-Browser kommt es erneut zu Verzögerungen im Zeitplan. Das geschieht offenbar, um den betroffenen Entwicklern mehr Zeit zum Portieren ihrer Erweiterungen zu geben. Googles Pläne zum spontanen Abschalten der alten API Manifest v2 waren offenbar zu ambitioniert.
Ursprünglich geplant war, dass noch im Januar Experimente für Nutzer umgesetzt werden, die dafür sorgen, dass die Erweiterungen mit der alten Schnittstelle nicht mehr funktionieren. Begonnen werden sollte dies mit dem Versionszweig 112 für die Canary-, Dev- und Beta-Channel. Die Experimente werden nun jedoch verschoben, wie Google ankündigt(öffnet im neuen Fenster) . Darauf aufbauende Änderungen für die Verteilung von Erweiterungen über den Chrome-Web-Store sollen ebenfalls angepasst werden.
Den Grund für die Verzögerung beschreibt das Unternehmen als Reaktion auf Feedback der betroffenen Entwickler. Dazu heißt es: "Wir sind bestrebt, Entwicklern Lösungen für Migrationsherausforderungen mit neuen Funktionen, Fehlerbehebungen und ausreichend Zeit für die Einführung bereitzustellen." Probleme verursachen demnach derzeit noch die Fähigkeiten der Service Worker.
Derzeit gebe es noch eine feste Grenze für die Laufzeit der Service Worker in Erweiterungen mit der neuen API. Hierfür suche das Unternehmen noch nach Lösungen. Details dazu, was hier erarbeitet werden soll, nennt Google noch nicht. Und zu dem veränderten Zeitplan heißt es nur, dass es dazu im März 2023 neue Informationen geben soll. "Unser Leitprinzip wird sein, Entwicklern ausreichend Zeit zu geben, ihre Erweiterungen nach dem Start dieser neuen Funktionen zu aktualisieren und zu testen, bevor das Manifest v2 deaktiviert wird" , so Google.