Mangalyaan-2: Indien plant seine zweite Marsmission

Mit der Raumsonde Mangalyaan-2 will Indien erneut zum Mars aufbrechen. Vier Instrumente sind bereits bekannt. Der Launch wird wohl im Herbst 2024 erfolgen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung des ersten indischen Marsorbiters Mangalyaan
Eine künstlerische Darstellung des ersten indischen Marsorbiters Mangalyaan (Bild: Nesnad, Wikipedia)

Der Kontakt zum indischen Marsorbiter Mom (Mars Orbiter Mission) ging erst Ende 2022 verloren, nachdem die Mission im Jahr 2013 gestartet war und den Mars im Herbst 2014 erreicht hatte. Damit gelang der indischen Raumfahrtbehörde Isro nicht nur ihre erste Marsmission, sie dauerte auch viel länger, als ursprünglich geplant war. Jetzt arbeitet Indien an seiner zweiten Mars-Raumsonde.

Wann genau die zweite Orbitermission zum Mars starten soll, die informell als Mangalyaan-2 bezeichnet wird, ist bisher unbekannt. Irgendwann im Jahr 2024 soll der Launch erfolgen – die Internetseite Next Spaceflight nennt September 2024.

Der zweite indische Marsorbiter und seine Fracht

Bekannt ist, dass Mom-2 vier Nutzlasten an Bord haben wird, mit denen der Rote Planet erforscht werden soll: Lpex, Eis, Ro und Modex. Mit dem Lpex-Instrument (Langmuir Probe and Electric Field Experiment; dt.: Langmuir-Sonde und elektrisches Feldexperiment) sollen die Elektronenzahldichte, die Elektronentemperatur und die elektrischen Feldwellen vermessen werden. Dadurch soll die Fachwelt ein besseres Bild der Plasmaumgebung auf dem Mars erhalten.

Um den Verlust der Atmosphäre auf dem roten Planeten zu verstehen, plant die Isro die Entwicklung des Instruments Energetic Ion Spectrometer (Eis; dt.: Energetisches Ionenspektrometer). Es soll Sonnenenergieteilchen und supra-thermische Sonnenwindteilchen (Teilchen, die im Energiebereich oberhalb der thermischen Verteilung des Sonnenwindes liegen) in der Marsumgebung charakterisieren.

Der Name des Ro-Instruments steht für Radio Occultation (dt.: Radio-Okkultation). Im Wesentlichen ist es ein Mikrowellensender, der im X-Band (Frequenzband im Mikrowellenbereich des elektromagnetischen Spektrums) arbeitet und dazu beitragen kann, das Verhalten der Marsatmosphäre zu verstehen.

Schließlich soll mit dem Modex-Instrument (Mars Orbit Dust Experiment; dt.: Staubexperiment der Mars-Raumsonde) der Ursprung, die Häufigkeit, die Verteilung und der Staubfluss in großen Höhen auf dem Mars erforscht werden – und ob es, wie bisher in der Fachwelt angenommen wird, einen Staubring gibt, der den Mars umgibt.

Zudem kann das Instrument dabei helfen, herauszufinden, ob der Staub von den beiden Marsmonden Phobos oder Deimos oder aus dem interplanetarischen Raum stammt. Das Instrument kann Partikel mit einer Größe von einigen Hundert Nanometern bis zu einigen Mikrometern aufspüren, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit (mehr als ein Kilometer pro Sekunde) bewegen.

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