Mandrake 2: Laser-Kommunikation im Weltall für moderne Kriegsführung

Zwei Satelliten waren beim militärischen Raumfahrt-Projekt Mandrake 2 mit Laserstrahlen verbunden. Die Kommunikation hielt 40 Minuten lang.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine Illustration, die das Tracking von verschiedenen Systemen vom Weltraum aus zeigt.
Eine Illustration, die das Tracking von verschiedenen Systemen vom Weltraum aus zeigt. (Bild: Space Development Agency)

40 Minuten lang haben zwei Satelliten miteinander kommuniziert - und das über eine optische Verbindung via Laserstrahl. Die beiden Objekte befanden sich 100 Kilometer voneinander entfernt und konnten mehr als 200 Gigabit an Daten übertragen.

Stellenmarkt
  1. Softwaretester / Testingenieur (m/w/d)
    Swarco Shared Service GmbH, Unterensingen
  2. Entwicklungsingenieur Embedded Linux Systeme (m/w/d)
    Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont
Detailsuche

Die dafür verwendeten Militär-Satelliten wurden bereits im letzten Sommer während des Mandrake-2-Experiments in den Weltraum geschickt. Finanziert wird das Ganze von der amerikanischen Space Development Agency (Raumfahrt-Entwicklungsagentur, SDA) und dem Air Force Research Laboratory (Forschungslabor der Luftwaffe, ARFL).

Am 14. April konnte der Test erfolgreich abgeschlossen werden, wie die private amerikanische Militärfirma Caci International vor Kurzem berichtete. Anders als beim kommerziellen Starlink-Projekt soll die SDA den Weg für ein militärisches Satellitennetzwerk im erdnahen Orbit ebnen.

Satelliten für den Kampfeinsatz zu Boden

Noch in diesem Herbst sollen weitere 20 Kleinsatelliten während der Tranche-0-Mission in den Orbit gebracht werden. Wichtig bei der Bereitstellung des Satellitennetzwerks ist, dass es mit handelsüblichen Satelliten und Laserterminals aufgebaut wird. Das alles mit dem Ziel, terrestrischen Soldaten Echtzeitdaten für Ziele und Raketen zu liefern, erklärt SDA-Direktor Derek Tournear.

Golem Karrierewelt
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure: virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bei der Tranche-0-Mission werden noch nicht alle Satelliten mit den optischen Querverbindungen ausgestattet sein. Das soll sich bei den 126 Satelliten der Tranche-1-Mission ändern. Der Launch dieser Mission ist für 2024 geplant. Neben der Satelliten-zu-Satelliten-Verbindung mit Laserstrahlen soll so die Kommunikation mit den Bodenstationen und zu Flugzeug sichergestellt werden. Wie das genau durch die Wolkendecken hindurch funktionieren soll, ist noch unklar.

Die globale Abdeckung soll spätestens 2026 mit der Tranche-2-Mission erreicht werden. "Danach würden wir alle zwei Jahre weitere Satelliten mit neuen Fähigkeiten entwickeln und im Grunde genommen Satelliten mit älteren Fähigkeiten ausmustern, während wir neue Tranchen entwickeln", so Tournear.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Einsparverordnungen
So sollen Verwaltung, Bürger und Firmen Energie sparen

Reduzierte Raumtemperaturen und ungeheizte Swimmingpools: Die Regierung fordert eine "nationale Kraftanstrengung" wegen des Gasmangels.

Einsparverordnungen: So sollen Verwaltung, Bürger und Firmen Energie sparen
Artikel
  1. Bildverkleinern in C#: Eine Windows-App zur Verkleinerung von Bilddateien
    Bildverkleinern in C#
    Eine Windows-App zur Verkleinerung von Bilddateien

    Wir zeigen mit Visual Studio, wie Drag-&-Drop funktioniert, klären, ob unter Windows runde Fenster möglich sind, und prüfen, wie aufwendig eine mehrsprachige Bedienungsoberfläche ist (ziemlich).
    Eine Anleitung von Michael Bröde

  2. Geheimgespräche: Apple wollte angeblich Anteil an Facebooks Werbeeinnahmen
    Geheimgespräche
    Apple wollte angeblich Anteil an Facebooks Werbeeinnahmen

    Apples höherer Datenschutz macht Facebook inzwischen das Leben schwer. Zuvor soll es geheime Gespräche über eine Umsatzbeteiligung gegeben haben.

  3. Nachhaltigkeit: Thüringens Reparaturbonus weiter stark nachgefragt
    Nachhaltigkeit
    Thüringens Reparaturbonus weiter stark nachgefragt

    Der Reparaturbonus wird in Thüringen weiter gut genutzt. Eine Stärkung der Gerätereparatur in ganz Deutschland wird noch geprüft.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG 38WN95C-W (UWQHD+, 144 Hz) 933,35€ • Sharkoon Light² 180 22,99€ • HyperX Cloud Flight 44€ • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und XFX RX 6800 XT 699€) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO 353,99€) [Werbung]
    •  /