Mandrake 2: Laser-Kommunikation im Weltall für moderne Kriegsführung

Zwei Satelliten waren beim militärischen Raumfahrt-Projekt Mandrake 2 mit Laserstrahlen verbunden. Die Kommunikation hielt 40 Minuten lang.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine Illustration, die das Tracking von verschiedenen Systemen vom Weltraum aus zeigt.
Eine Illustration, die das Tracking von verschiedenen Systemen vom Weltraum aus zeigt. (Bild: Space Development Agency)

40 Minuten lang haben zwei Satelliten miteinander kommuniziert - und das über eine optische Verbindung via Laserstrahl. Die beiden Objekte befanden sich 100 Kilometer voneinander entfernt und konnten mehr als 200 Gigabit an Daten übertragen.

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Die dafür verwendeten Militär-Satelliten wurden bereits im letzten Sommer während des Mandrake-2-Experiments in den Weltraum geschickt. Finanziert wird das Ganze von der amerikanischen Space Development Agency (Raumfahrt-Entwicklungsagentur, SDA) und dem Air Force Research Laboratory (Forschungslabor der Luftwaffe, ARFL).

Am 14. April konnte der Test erfolgreich abgeschlossen werden, wie die private amerikanische Militärfirma Caci International vor Kurzem berichtete. Anders als beim kommerziellen Starlink-Projekt soll die SDA den Weg für ein militärisches Satellitennetzwerk im erdnahen Orbit ebnen.

Satelliten für den Kampfeinsatz zu Boden

Noch in diesem Herbst sollen weitere 20 Kleinsatelliten während der Tranche-0-Mission in den Orbit gebracht werden. Wichtig bei der Bereitstellung des Satellitennetzwerks ist, dass es mit handelsüblichen Satelliten und Laserterminals aufgebaut wird. Das alles mit dem Ziel, terrestrischen Soldaten Echtzeitdaten für Ziele und Raketen zu liefern, erklärt SDA-Direktor Derek Tournear.

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Bei der Tranche-0-Mission werden noch nicht alle Satelliten mit den optischen Querverbindungen ausgestattet sein. Das soll sich bei den 126 Satelliten der Tranche-1-Mission ändern. Der Launch dieser Mission ist für 2024 geplant. Neben der Satelliten-zu-Satelliten-Verbindung mit Laserstrahlen soll so die Kommunikation mit den Bodenstationen und zu Flugzeug sichergestellt werden. Wie das genau durch die Wolkendecken hindurch funktionieren soll, ist noch unklar.

Die globale Abdeckung soll spätestens 2026 mit der Tranche-2-Mission erreicht werden. "Danach würden wir alle zwei Jahre weitere Satelliten mit neuen Fähigkeiten entwickeln und im Grunde genommen Satelliten mit älteren Fähigkeiten ausmustern, während wir neue Tranchen entwickeln", so Tournear.

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