Management: Ende der Homeoffice-Freiheit bei VW
Ab sofort müssen Manager wieder vier Tage die Woche im Büro erscheinen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung(öffnet im neuen Fenster). Die neuen Regeln seien Teil eines breiteren Effizienzprogramms, mit dem VW Kosten sparen wolle, heißt es in dem Bericht.
Wie der FAZ aus Konzernkreisen bekannt wurde, hat die VW-Führung die großzügige Homeoffice-Regelung für Manager gestrichen. Statt wie bisher nur an einem Tag pro Woche gilt nun für Führungskräfte eine Vier-Tage-Präsenzpflicht.
Betroffen sind mehrere Tausend Angestellte, vor allem aus dem mittleren Management, an den Standorten Wolfsburg, Emden, Osnabrück und Zwickau sowie in der Entwicklungsabteilung der Konzernzentrale. Für die Belegschaft bedeutet das wieder mehr Zeit auf der Straße oder im Zug auf dem Weg zur Arbeit..
Viele Mitarbeiter nutzten die freizügigere Regelung, um überwiegend von zu Hause aus ihrem Beruf nachzugehen. Manche kündigten sogar ihre Zweitwohnung am Arbeitsort. Die offizielle Homeoffice-Betriebsvereinbarung ändert sich nicht, sie erlaubte die Verordnung von bis zu vier Bürotagen. Doch nun soll dieser Rahmen ausgeschöpft werden.
VW will Effizienz und Produktivität steigern
Konzernchef Oliver Blume und Markenchef Thomas Schäfer dringen dem Bericht zufolge schon länger darauf, dass Mitarbeiter wieder öfter persönlich ins Büro kommen. Die Rückholung ins wurde mit der Sicherung von Produktanläufen und der Arbeit am Effizienzprogramm begründet.
Die erhöhte Präsenz sei dafür erforderlich, heißt es. Die Homeoffice-Freiheit soll zugunsten höherer Produktivität eingeschränkt werden.
Mit dem Effizienzprogramm Speed Up soll VW bis 2025 die Rendite auf 6,5 Prozent steigern und die Kosten um 10 Milliarden Euro senken. Deshalb habe Volkswagen auch einen vorübergehenden Einstellungsstopp für die wichtigsten Werke verhängt, heißt es in einem Bericht der Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster).
"Wegen laufender Effizienzmaßnahmen bei der Volkswagen AG werden externe Neueinstellungen derzeit begrenzt, und es werden keine offenen Stellen extern ausgeschrieben", wird ein VW-Sprecher zitiert. Betroffen seien alle sechs Standorte in Niedersachsen und Hessen.
Andere Konzerne handeln ähnlich
Nicht nur Volkswagen, sondern auch andere Großkonzerne schränken die Homeoffice-Möglichkeiten wieder ein. Apple, Meta, Google, aber auch JPMorgan, Disney oder IBM limitierten die ehemals oft unbeschränkte Heimarbeit im Laufe der vergangenen eineinhalb Jahre wieder auf ein bis drei Tage pro Woche. Auch SAP, die Telekom, Infineon und Mister Spex pendelten sich bei zwei bis drei Tagen Homeoffice oder mobilem Arbeiten pro Woche ein.
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