Abo
  • IT-Karriere:

Malware: Zip-Bombe entpackt 46 MByte zu 4,5 Petabyte

Ein Entwickler stellt eine neue Version einer Zip-Bombe vor, die sehr effizient entpackt. Den Trick dokumentiert er anschaulich in einem Artikel. Dabei wird die immer gleiche gepackte Information beliebig oft aufgerufen.

Artikel veröffentlicht am ,
Zip-Bomben können als Malware bezeichnet werden.
Zip-Bomben können als Malware bezeichnet werden. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Der Entwickler David Fifield hat eine sehr effiziente Zip-Bombe entwickelt, die aus einem 46 MByte großen Archiv 4,5 Petabyte an Daten entpackt. Bei seiner Kreation handelt es sich um eine nichtrekursive Variante. So komprimierte Archive können als Malware angesehen werden, da sie nach dem Entpacken ein unvorbereitetes System zum Absturz bringen können. Viele Windows-Geräte nutzen etwa nur eine Partition für Systemdaten, temporäre Daten und die Auslagerungsdatei.

Stellenmarkt
  1. Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn, Stuttgart
  2. Allianz Deutschland AG, Stuttgart

Wie er eine so hohe Kompressionsdichte erreichen konnte, stellt Fifield in einem Blog-Post vor. Er nutzt dafür den Header eines Zip-Archivs aus, dessen Einträge auf die immer gleiche komprimierte Datei zeigen. Dieser Kernel besteht aus 1.000 Datenbytes, die zu einem MByte entpackt werden. Dazu kommen 31 Bytes für den Dateiheader und 47 Bytes für den Eintrag im Zentralverzeichnis, das Zip-Programme an das Ende der Datenlast anhängen. Um mit möglichst vielen Parsern kompatibel zu sein, enthält der Kernel Elemente, die dem US-Ascii-Standard entsprechen.

Eine Sache der Kompatibilität

Ihm ist bewusst, dass einige Archivierungsprogramme wie das Unix-Tool Info-ZIP Unzip Warnungen ausgeben, wenn versucht wird, ein solches Archiv zu entpacken. Daher nutzt seine Zip-Bombe nicht-komprimierte Blöcke im Deflate-Stream des Archivs aus, die ihrerseits auf den eigentlichen komprimierten Kernel verweisen. Wenn viele dieser Blöcke nacheinander beim Entpackprozess aufgerufen werden, wird das Ergebnis immer größer, bis das gewünschte Ergebnis - ein volles Laufwerk - erfüllt ist. Fifield erklärt das Verfahren anschaulich in seinem Beitrag.

Die maximale Kompression von 4,5 Petabyte auf 46 MByte erreicht die Malware nur mit Zip64 und ist damit mit einigen Zip-Programmen weniger kompatibel. Fifield sieht daher die Variante, welche 10 MByte in 281 TByte entpackt, als besser kompatibel an. Das ist für die meisten Systeme mehr als ausreichend und kann Schaden anrichten. Daher haben einige Zip-Software-Entwickler bereits Updates gegen diese Methode erstellt - unter anderem für Unzip.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. (-79%) 12,50€
  3. 4,19€
  4. (-40%) 29,99€

dedmen 08. Aug 2019

Ich denke, damit ist dieser Abschnitt gemeint:

Anonymer Nutzer 13. Jul 2019

Die Archiventpacker von seltsamen Dateien haben einen Fehler. Archive nicht...

Anonymer Nutzer 13. Jul 2019

So als Test für Systeme find ich das auch nett....

Tuxgamer12 12. Jul 2019

Völlig richtig. Hängt vielleicht damit zusammen: https://www.der-postillon.com/2015/03...

Freddy1404 12. Jul 2019

Artikel nicht gelesen? 42.zip besteht aus mehreren gezippten Zips, etc. Wie im Artikel...


Folgen Sie uns
       


Remnant from the Ashes - Test

In Remnant: From the Ashes sterben wir sehr oft. Trotzdem ist das nicht frustrierend, denn wir tun dies gemeinsam mit Freunden. So macht der Kampf in der Postapokalypse gleich mehr Spaß.

Remnant from the Ashes - Test Video aufrufen
Sonos Move im Test: Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos
Sonos Move im Test
Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos

Der Move von Sonos überzeugt durch Bluetooth und ist dank Akku und stabilem Gehäuse vorzüglich für den Außeneinsatz geeignet. Bei den Funktionen ist der Lautsprecher leider nicht so smart wie er sein könnte.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Multiroom-Lautsprecher Sonos-App spielt keine lokalen Inhalte mehr vom iPhone ab
  2. Smarter Lautsprecher Erster Sonos-Lautsprecher mit Akku und Bluetooth
  3. Soundbars Audiohersteller Teufel investiert in eigene Ladenkette

Umwelt: Grüne Energie aus der Toilette
Umwelt
Grüne Energie aus der Toilette

In Hamburg wird in bislang nicht gekanntem Maßstab getestet, wie gut sich aus Toilettenabwasser Strom und Wärme erzeugen lassen. Außerdem sollen aus dem Abwasser Pflanzennährstoffe für die Landwirtschaft gewonnen werden. Dafür müssen aber erst einmal die Schadstoffe aus den Gärresten gefiltert werden.
Von Monika Rößiger

  1. Fridays for Future Klimastreiks online und offline

Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

    •  /