Abo
  • Services:
Anzeige
Malware: UN will vor Cyberwaffe Flame warnen, Sophos wiegelt ab
(Bild: Kaspersky Lab)

Malware: UN will vor Cyberwaffe Flame warnen, Sophos wiegelt ab

Malware: UN will vor Cyberwaffe Flame warnen, Sophos wiegelt ab
(Bild: Kaspersky Lab)

Die komplexe Malware "Flame" sorgt weiter für Verwirrung. Während die Vereinten Nationen erstmals Regierungen vor einem digitalen Schädling warnen wollen, sehen manche Antivirenhersteller die stets betonte Neuartigkeit von Flame kaum gegeben.

Eine Aussage des Cybersecurity-Koordinators der ITU, Marco Obiso, heizt die Debatte um die Malware Flame weiter an. Er sagte Reuters, sein Gremium werde der UN empfehlen, Regierungen vor Flame zu warnen. Das sei die schwerwiegendste Warnung, welche die ITU je ausgesprochen habe. Seltsam ist daran vor allem, dass der ITU-Mitarbeiter auch wörtlich davon spricht, es handle sich um eine "vertrauliche" Warnung, dies aber im Gespräch mit einer Nachrichtenagentur zu Protokoll gibt.

Anzeige

Dass die International Telecommunications Union (ITU) zudem auch für Fragen der Onlinesicherheit zuständig ist, überrascht dagegen nur auf den ersten Blick. Das sonst vor allem durch Standards für Telekommunikation und Medien aufgefallene Gremium ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und unterhält auch eigene Arbeitsgruppen, die sich mit Security beschäftigen. Wie Kaspersky dem Handelsblatt sagte, war Flame auch bei einer von der ITU in Auftrag gegebenen Untersuchung entdeckt worden.

Unter den kommerziellen Sicherheitsforschern entwickelt sich derzeit zudem ein Streit darüber, wie neuartig und komplex Flame aus technischer Sicht tatsächlich ist. Kaspersky, das als Erstes auf die Malware hingewiesen hatte, betont stets, dass das Programm mit 20 Megabyte für einen Schädling außergewöhnlich groß sei. Das erkennt allein auf den Umfang bezogen nun auch Sophos an.

Das mit Kaspersky konkurrierende Unternehmen weist aber auch darauf hin, dass die Flame-Funktionen wie das Mitschneiden von Gesprächen über in Computern eingebaute Mikrofone und das Übermitteln von Screenshots bei Malware inzwischen alltäglich sind. Zudem sei die Zahl der Infektionen mit einigen Hundert befallenen Rechnern viel geringer als bei den zuletzt beobachteten Schädlingen wie dem Mac-Trojaner Flashback, der über 600.000 Systeme infiziert haben soll.

Laut Sophos schützen alle relevanten Antivirenprogramme PCs inzwischen gegen Flame, eine echte Epidemie sei daher nicht mehr zu befürchten. Dennoch weist Sophos darauf hin, dass der Schutz vor einer Malware viel einfacher ist als zu verstehen, was ein derart komplexes Programm tatsächlich alles kann. Die vollständig Analyse des auf mehreren Ebenen verschlüsselten Flame kann nach der einhelligen Meinung der Antivirushersteller noch Monate oder Jahre dauern. Ein Beleg dafür mag der im Codeumfang viel kleinere Schädling Stuxnet sein: Er wurde spätestens im Juli 2010 entdeckt, es dauerte aber bis zum November 2011, bis Symantec das Programm weitgehend analysiert hatte.


eye home zur Startseite
DooMRunneR 30. Mai 2012

... den die Herrschaften dort wollen schon seit längerem ein Cybersecurity Center für die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. PTV Group, Karlsruhe
  2. Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth bei Köln
  3. MICHELFELDER Gruppe über Baumann Unternehmensberatung AG, Raum Schramberg
  4. Deutsche Telekom AG, Darmstadt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 64,97€/69,97€
  2. 3,49€
  3. (-20%) 55,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    klaus9999 | 02:44

  2. Warum?

    NeoXolver | 02:38

  3. Re: Jeder redet über FB-Mitarbeiter - keiner über...

    klaus9999 | 01:55

  4. Password-Master - Master-Desaster

    MarioWario | 01:40

  5. Facebook-Verbot für SPD-Mitglieder und Spiegel-Leser

    MarioWario | 01:32


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel