Malware: Toyota muss Produktion nach Ransomware-Angriff stoppen

In 14 Toyota-Werken stehen die Bänder still: Ein angebundener Zulieferer wurde gehackt. Toyota will die Produkion bald wieder aufnehmen.

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Ein Wagen von Toyota
Ein Wagen von Toyota (Bild: Cicero7/Pixabay)

Nach einem Ransomware-Angriff auf den Zulieferer Kojima Industries musste Toyota vorübergehend die Produktion aussetzen. Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei waren alle 14 Toyota-Werke mit 28 Produktionslinien in Japan betroffen. Auch die Tochterfirmen Hino Motors und Daihatsu Motor mussten den Betrieb einstellen. Toyota gab bekannt, die Produktion am Mittwoch, den 2. März wieder aufnehmen zu wollen.

Viele der rund 400 Tier-1-Zulieferer, mit denen Toyota direkt zusammenarbeitet, sind über das Kanban-System zur Produktionssteuerung an Toyota angebunden, mit dem der Autohersteller die Just-in-Time-Produktion steuert. Daher hätten die Probleme bei Kojima Industries auf Toyota übergreifen können und der Autohersteller die Produktion stoppen müssen, um Schäden zu vermeiden, berichtet die Wirtschaftszeitung.

Toyota-Zulieferer erhält Lösegeldforderung

Kojima Industries liefert Kunststoffteile an Toyota. Das Unternehmen hat den Angriff auf seine IT-Systeme bestätigt und erklärt, dass es eine Lösegeldforderung erhalten habe. Das Unternehmen untersucht derzeit den verursachten Schaden sowie den Infektionsvektor und die für den Angriff verwendete Schadsoftware.

"Toyota-Vertreter und Cybersecurity-Experten sind bei Kojima Industries, um die Ursache zu ermitteln und zu klären, wie das System wiederhergestellt werden kann", sagte eine mit der Situation vertraute Quelle zu Nikkei. "Wir entschuldigen uns bei unseren Zulieferern und Kunden für die Unannehmlichkeiten, die dadurch entstehen können", sagte Toyota. Die japanischen Strafverfolgungsbehörden untersuchen den Vorfall bereits.

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