Malware-Schutz: Microsofts Defender ATP soll 2020 für Linux kommen
Im Frühjahr dieses Jahres hat Microsoft seine Schutzsoftware Windows Defender in Microsoft Defender umbenannt, da das Programm inzwischen auch auf MacOS läuft. 2020 soll eine Linux-Unterstützung für den Malwareschutz hinzukommen. Das berichtet das Magazin ZDNet unter Berufung auf ein Interview mit Rob Lefferts(öffnet im neuen Fenster), Corporate Vice President für Microsofts M365 Security.
Mit der Microsoft Defender Advanced Threat Protection (ATP), so der volle Name des Programms, soll Schadsoftware auf Rechnern abgewehrt werden. Microsoft verspricht dafür eine intelligente Erkennung. Außerdem können Admins mit der Technik auch vordefinierte Regeln zum Erkennen von Schadsoftware erstellen.
Ziel dieses Angebots sind vermutlich größere Unternehmen mit einer gemischten Rechnerausstattung und verschiedenen Betriebssystemen. Mit der Verfügbarkeit von Microsoft Defender ATP kann mit nur einem Satz an Werkzeugen die gleiche Art Schutz für Rechner mit Windows, MacOS und Linux verteilt werden.
Überraschend ist die Ankündigung, Defender ATP auf Linux zu bringen, nicht. So steht laut Microsoft(öffnet im neuen Fenster) die Schutzsoftware schon jetzt für Linux-Systeme bereit. Bisher aber nur für Partner von Microsoft. Über dieses Partnerprogramm werden auch Android und iOS unterstützt. Im kommenden Jahr liefert Microsoft aber wohl einen eigenen Support für den Defender für Linux, wie bereits für MacOS. Welchen Umfang und welche Technik der Linux-Port der Software haben wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Möglicherweise wird die Linux-Unterstützung zunächst aber ähnlich wie die von MacOS sein, da die beiden Unix-artigen Betriebssysteme eine stärkere Ähnlichkeit zueinander aufweisen als zu Windows.
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