Abo
  • Services:

Malware: Gefälschte Telekom-Rechnungen mit vollständigen Kundennamen

Die seit November kursierenden Mails mit Malware in Form von Dateianhängen an vermeintlichen Rechnungen der Telekom haben eine neue Qualität erreicht. Die Empfänger werden darin nun mit ihrem Vor- und Nachnamen angesprochen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen.
Die Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen. (Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images)

Seit Ende November 2014 gibt es eine neue Welle von E-Mails mit angehängter Malware, auf die Kunden der Telekom besonders leicht hereinfallen können. Die Mails entsprechen den Schreiben, die bereits seit Anfang November verschickt werden, mit einem wichtigen Unterschied, wie das Unternehmen am 1. Dezember 2014 bekanntgab.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Carthago Reisemobilbau GmbH, Aulendorf (bei Ravensburg)

Die Empfänger werden laut einer Mitteilung der Telekom "korrekt mit Vor- und Nachnamen angesprochen". Damit ist es für unvorsichtige Nutzer noch schwerer, die gefälschten Mails von echten Schreiben der Telekom zu unterscheiden. Wer dort nicht Kunde ist, sollte sich aber allein schon darüber wundern, dass ein Unternehmen, mit dem er keine Geschäftsbeziehung unterhält, ihm eine Rechnung schickt.

Woher die Mailadressen samt Klarnamen stammen, darüber kann auch die Telekom nur spekulieren. Der Konzern verweist auf die üblichen Quellen wie anderweitig gestohlene Identitäten sowie Gewinnspiele, für die sich manche Nutzer offenbar immer noch leichtfertig anmelden.

Wie die Mails genau aussehen, erklärt die Telekom im Gegensatz zu ihrer ersten Warnung zu Beginn der Malware-Welle diesmal nicht. Damals sollen die Schreiben einen Link zum Herunterladen eines als PDF getarnten Programms enthalten haben. Diesmal, so das Unternehmen, werde über die Mails "ein Trojaner verbreitet, der Passwörter fürs Online-Banking abgreifen kann". Ob das durch einen Dateianhang geschieht oder durch einen Link, gibt die Telekom nicht an. In der aktualisierten Mitteilung zu den neuen Mails ist aber von einem Download-Link die Rede. Ebenso ist dort zu lesen, dass noch unklar sei, ob es sich bei dem Trojaner um einen Client für ein Botnetz handelt.

Zeitpunkt der Mails fällt oft aus dem Rahmen

Trotz der namentlichen Ansprache gibt es aber immer noch einen Weg, eine solche Mail zu erkennen. Laut Telekom fehlt auch in den aktuellen Schreiben die Buchungsnummer, oder es ist eine falsche angegeben. Zudem könnten Kunden unter https://kundencenter.telekom.de ihre aktuelle Rechnung einsehen. "Der darin angegebene Rechnungsbetrag ist in jedem Fall richtig", betont das Unternehmen. Auch der Termin für das Eintreffen der Mails kann stutzig machen. Die Telekom verschickt Online-Rechnungen stets in einem festen Zeitraum, beispielsweise binnen ein bis drei Tagen nach Ende eines Monats. Eine Mail Mitte des Monats, so das Unternehmen, müsse sofort auffallen.

Für Kunden des Unternehmens sind die anhaltenden Rechnungsfälschungen dennoch ein Ärgernis. Es soll erst in den kommenden Monaten konkrete Abhilfe geben. Das Unternehmen meint dazu: "Die Deutsche Telekom arbeitet an Kriterien, mit deren Hilfe Nutzer eine echte Rechnung noch besser von einer Fälschung unterscheiden können. Die neuen Unterscheidungsmerkmale sollen im ersten Quartal 2015 eingeführt werden." Ob diese Merkmale zum Beispiel digitale Signaturen oder Passwörter für PDFs - welche die Telekom bei anderen Verfahren schon einsetzt - umfassen werden, ist noch nicht bekannt.

Nachtrag vom 2. Dezember 2014, 10:40 Uhr

Ein Leser von Golem.de erhielt eine solche Mail mit seinem vollständigen Namen. Darin war ein als "Telefonrechnung Telekom December 2014" beschrifteter Link enthalten, der zu der Malware führte. Mindestens in dieser Form, also ohne Dateianhang, sind also die aktuellen Mails unterwegs.

Der Link, so unser Leser weiter, führte zu einem inzwischen von dem Server gelöschten ZIP-Archiv, das eine unter Windows ausführbare Datei enthielt. Diese hat der Betroffene bei Virustotal hochgeladen, der Bericht der Online-Virenscanner ist noch einsehbar. Demnach handelt es sich um eine Malware, die unter anderem als "Emotet", "Ponik" oder "Yakes" bekannt ist.

Alle namhaften Antivirenprogramme erkennen den Schädling, teilweise schon seit Ende Oktober 2014. Einer Beschreibung von Eset zufolge versucht die Malware, weiteren Code aus dem Internet nachzuladen und auch Kontakt zu einem Command-and-Control-Server aufzunehmen. Es scheint sich also tatsächlich um den Versuch zu handeln, noch mehr Rechner unter die Kontrolle eines Botnetzes zu bekommen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-58%) 12,49€
  2. 26,99€

Himmerlarschund... 03. Dez 2014

Stimmt schon. Seit Menschengedenken ist es noch nie vorgekommen, dass Menschen...

helgebruhn 03. Dez 2014

Naja, der letzte Absatz ist eigentlich Quatsch und nicht nötig.Ich selbst benutze auch im...

Moriati 03. Dez 2014

Rechtschreibung ja, aber alles was darüber hinaus geht eben nicht. Scheinbar blendest du...

Friedrich.Thal 02. Dez 2014

Schon. Weil die meisten nach dem gelesenen Wort Telekom aufhören aufmerksam zu sein.

Friedrich.Thal 02. Dez 2014

Du solltest dir bewusst sein, das um die 33,3 Millionen Mailadressen seit Mai 2014 aus...


Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

Far Cry 5 im Test: Schöne Welt voller Spinner
Far Cry 5 im Test
Schöne Welt voller Spinner

Der Messias von Montana trägt Pornobrille und hat eine Privatarmee - aber nicht mit uns gerechnet: In Far Cry 5 kämpfen wir auf Bergwiesen und in Bauernhöfen gegen seine Anhänger. Das macht dank einiger Serienänderungen zwar Spaß, dennoch verschenkt das Actionspiel von Ubisoft viel Potenzial.
Von Peter Steinlechner

  1. Far Cry 5 Offenbar Denuvo 5 und zwei weitere Schutzsysteme geknackt
  2. Ubisoft Far Cry 5 schafft Serienrekord und Spieler werfen Schaufeln
  3. Ubisoft Far Cry 5 erlaubt Kartenbau mit Fremdinhalten

    •  /