Abo
  • Services:

Malware: Die GVU erklärt den GVU-Trojaner

Er stammt nicht von der "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" (GVU), dennoch erklärt der Verein nun eine in seinem Namen verbreitete Malware. Damit, so die GVU, würden illegale Streaming-Portale wahrscheinlich ihr Geschäftsmodell verlagern.

Artikel veröffentlicht am ,
Der GVU-Trojaner
Der GVU-Trojaner (Bild: GVU)

Ob mit den Logos von BKA, Gema oder der GVU - die seit über einem Jahr verbreiteten Trojaner, welche den Zugang zum eigenen PC sperren, sind ein echtes Ärgernis. Sie fordern stets eine Lösegeldzahlung über das System Ukash, um den PC wieder freizugeben. Natürlich passiert auch nach einer solchen Zahlung nichts, den Trojaner wird man auch mit kostenlosen Programmen wie von Kaspersky oder Avira wieder los.

Stellenmarkt
  1. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg

Die genannten Organisationen, deren Namen in Verbindung mit angeblichen Rechtsverstößen durch den Trojaner genannt werden, stecken nicht hinter der Malware. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat sich dennoch einige Gedanken darüber gemacht, warum die Schadsoftware schon so lange und offenbar erfolgreich verbreitet wird.

Neues Geschäftsmodell für illegale Streams?

Der Verein, dessen Privatermittler unter anderem an der Schließung von Kino.to beteiligt waren, stellt in einem Blogbeitrag eine Verbindung zwischen illegalen Streaming-Portalen und den Trojanern her. Vor allem über die noch aktive Seite KinoX.to, die starke Ähnlichkeiten zur Kino.to aufweist, sollen immer neue Versionen insbesondere des GVU-Trojaners verteilt werden.

Daraus schließt die GVU, dass die Betreiber der Portale ihr Geschäftsmodell verlagern - das ist jedoch eine reine Mutmaßung, Belege liefern die Urheberrechtsverfolger dafür nicht. Sie halten es jedoch für wahrscheinlich, dass der Druck auf seriöse Werbesysteme dafür sorgt, dass sich die Streaming-Anbieter andere Einnahmequellen erschließen müssen.

Auch Lücken in den Werbesystemen hält die GVU für möglich. Der Verein beruft sich dazu mehrfach auf Berichte im Trojaner-Board. Dieses Malware-Forum wird auch für die Behauptung zitiert, dass der über Webseiten direkt verteilte GVU-Trojaner keine Verschlüsselung der Daten des Anwenders vornimmt. Das wegen solcher Einschüchterungsversuche auch als Scareware bezeichnete Programm behauptet das zwar, in Wirklichkeit wird aber nur der Zugang zum Windows-Desktop - auch nach einem Neustart - gesperrt.

Besonders aggressive Trojaner per E-Mail

Im Unterschied dazu steht eine andere Version der Schadprogramme, die derzeit per E-Mail verteilt wird. Das Programm, das der Anwender selbst ausführen muss, verschlüsselt tatsächlich Daten. Davor warnt unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das auch berichtet, diese Version des Trojaners würde ebenfalls unter den Namen von BKA, Gema und GVU auftreten.

Eine von der GVU gemachte Beobachtung kann die Redaktion von Golem.de nach Anfragen von Lesern in den vergangenen Monaten bestätigen: Die durch den Besuch von Webseiten vertriebenen Trojaner nutzen häufig Lücken in Java aus. Wenn ein Virenscanner Alarm schlug, wie Leser berichteten, fand sich bei weiterer Untersuchung stets eine veraltete Version von Java. Das und die immer neuen Varianten der Ukash-Trojaner sprechen dafür, dass hinter der Schadsoftware ein sehr aktives Team von Entwicklern steckt, das ständig nach neuen Lücken sucht. Die können auch im Flash Player oder im Browser selbst stecken - beide Komponenten nennt die GVU als mögliche Angriffsflächen. Offenbar lohnt sich der hohe Aufwand für die Entwicklung der Trojaner schon seit über einem Jahr.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 9,99€
  3. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)

Atalanttore 15. Aug 2012

Der GEMA übrigens auch.

Tryce 15. Aug 2012

Hab ich meine Zweifel dran, wenn ich so sehe was so alles linux benutzt. Dann kommen so...

narf 15. Aug 2012

was machst du wenn der mit seinem PC DOOM27 spielen will? machst du das dann unter linux...

SkeeveDCD 15. Aug 2012

Firefox mit Adblock Plus (und evtl. NoScript wenn der User damit umgehen kann) oder...


Folgen Sie uns
       


Detroit Become Human - Fazit

Die Handlung von Detroit: Become Human gefällt uns gut. Sie ist hervorragend geschrieben, animiert und geschnitten. Die Geschichte der Androiden wirkt auch im Vergleich mit früheren Werken von Quantic Dream viel erwachsener und intelligenter, vor allem gegenüber dem direkten Vorgänger Beyond Two Souls.

Detroit Become Human - Fazit Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

Sony: Ein Kuss und viele Tode
Sony
Ein Kuss und viele Tode

E3 2018 Mit einem zärtlichen Moment in The Last of Us 2 hat Sony sein Media Briefing eröffnet - danach gab es teils blutrünstiges Gameplay plus Rätselraten um Death Stranding von Hideo Kojima.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Smach Z ausprobiert Neuer Blick auf das Handheld für PC-Spieler
  2. The Division 2 angespielt Action rund um Air Force One
  3. Ghost of Tsushima Dynamischer Match im offenen Japan

Windows 10: Der April-2018-Update-Scherz
Windows 10
Der April-2018-Update-Scherz

Microsofts April-2018-Update für Windows 10 hat so viele Fehler, als würden drei Insider-Ringe nicht ausreichen. Das Unternehmen setzt seine Nutzer als Betatester ein und reagiert dann auch noch langsam auf Fehlermeldungen - das muss sich ändern.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Gesperrter Lockscreen Cortana-Fehler ermöglicht Codeausführung
  2. Microsoft Weitere Umstrukturierungen rund um Windows 10
  3. April 2018 Update Windows-Patch macht Probleme bei Intel- und Toshiba-SSDs

    •  /