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Malware: Deutsche Presse-Agentur von Ransomware-Angriff betroffen

Die Server eines IT-Dienstleisters der dpa wurden mit einer Ransomware verschlüsselt. Möglicherweise kamen persönliche Daten abhanden.
/ Moritz Tremmel
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Hauptsitz der DPA (Bild: Jenspetersen67)
Hauptsitz der DPA Bild: Jenspetersen67 / CC-BY-SA 4.0

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ist von einem Ransomware-Angriff auf ihren IT-Dienstleister betroffen. Demnach sind möglicherweise auch persönliche Daten der Angestellten betroffen. Eine entsprechende interne E-Mail konnte das Magazin Der Spiegel einsehen(öffnet im neuen Fenster).

In der E-Mail heißt es demnach, dass es einer Hackergruppe oder einem Einzeltäter gelungen sei, sich mit einer Ransomware in die IT-Infrastruktur des Dienstleisters einzuschleusen. Dabei handele es sich jedoch nicht um einen direkten Angriff auf die dpa, deren eigene Systeme nicht betroffen seien. Allerdings seien die Server und Systeme des Dienstleisters verschlüsselt worden.

Unklar sei derzeit, zitiert der Spiegel weiter aus dem internen Schreiben, ob die Angreifer private Daten der dpa-Angestellten kopiert hätten. "Potenziell betroffen sein können die Daten aller festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der dpa-Gruppe sowie Rentenempfängerinnen und -empfänger der dpa-Unterstützungskasse,"heißt es in der E-Mail.

Gehaltsabrechnungen und Bankverbindungen könnten betroffen sein

Der Dienstleister wird von der dpa vor allem für den Druck und Versand von Lohn- und Gehaltsabrechnungen verwendet. Entsprechend könnten die Eindringlinge Abrechnungen mit Steuernummern, Kranken- und Sozialversicherungsnummern sowie Bankverbindungen eingesehen oder kopiert haben. Viele Ransomwaregruppen setzen auf das sogenannte Double Extortion, bei dem die Opfer nicht nur mit den verschlüsselten Daten erpresst werden, sondern auch damit gedroht wird, eine Kopie der Daten zu veröffentlichen.

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Erst am Wochenende wurde die Zeitung Heilbronner Stimme mit einer Ransomware angegriffen. Am Montag konnte daher keine gedruckte Zeitung erscheinen. Beim Angreifer solle es sich um eine nicht-genannte, aber bekannte Ransomwaregruppe handeln. Die Zeitung hofft, nächste Woche wieder gedruckt erscheinen zu können.


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