Malware: Cyberangriff sorgt für Katastrophenfall in Anhalt-Bitterfeld

Ein Malware-Angriff auf die IT-Infrastruktur des Landkreises Anhalt-Bitterfeld hat ernste Folgen. Der Katastrophenfall wurde ausgerufen.

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Rathaus in Köthen
Rathaus in Köthen (Bild: Michael Sander/CC-BY-SA 3.0)

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat sich ein IT-Schadenfall größeren Ausmaßes ereignet. Grund ist eine Malware-Infektion zahlreicher IT-Systeme der Verwaltung. Um schneller reagieren zu können, hat der Kreis den Katastrophenfall ausgerufen, teilte die Verwaltung mit.

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Wesentlicher Grund für die Maßnahme sei, dass so "die Amtshilfe von anderen Dienststellen und sonstigen Trägern öffentlicher Aufgaben angefordert, der Einsatz der Hilfsorganisationen geleitet und die Wahrnehmung dieser Aufgaben mit den Beteiligten abgestimmt" werde.

Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung (Paywall) wissen die Behörden noch nicht, ob sensible Daten nur verschlüsselt wurden wie zunächst angenommen oder sogar verloren gegangen sind. Zu den Daten gehören auch zahlreiche Kontoinformationen.

Durch den Schadsoftware-Befall kommt es bei den Systemen des Landkreises zu großen Problemen. So könnten Anträge auf Sozialhilfe und deren Auszahlung nicht bearbeitet werden, heißt es in einem Bericht des MDR. Eine nicht bekannte Zahl von Daten sei verschlüsselt worden.

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Ob es Forderungen nach einem Lösegeld gibt, ist nicht bekannt. Der Landrat verwies darauf, dass dies Sache der Ermittlungsbehörden sei. Das Einfallstor soll die Windows-Sicherheitslücke Printnightmare sein.

BSI: Ransomware eine der größten Bedrohungen

BSI-Präsident Arne Schönbohm warnte schon anlässlich des Angriffs auf den IT-Dienstleister Kaseya Anfang Juli 2021: "Ransomware ist derzeit als eine der größten Bedrohungen für die IT von Unternehmen und Organisationen einzuschätzen. Bei erfolgreichen Angriffen werden Dienstleistungen und Produktion häufig zum Stillstand gebracht. Die Schäden für Betroffene sind daher oftmals enorm."

Über den oder die Täter oder die Hintergründe der Tat in Anhalt-Bitterfeld ist bisher nichts bekannt. Die kritischen Systeme wurden vom Netz getrennt. Derweil wird die IT-Infrastruktur neu aufgebaut. Am Montag, dem 12. Juli 2021 soll ein neues Lagebild veröffentlicht werden. Wann die Systeme wieder laufen, wurde nicht bekannt gegeben, und auch zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.

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Howaner 13. Jul 2021

Das Betriebssystem macht hier doch garkeinen Unterschied. Sobald auf der Synology eine...

qupfer 12. Jul 2021

Da ich auch interessiert war und es "Landesamt" und nicht Landratsamt hieß, habe ich mal...

Megusta 12. Jul 2021

"Tatsächlich wurden 80 % der Organisationen, die das Lösegeld gezahlt haben, von einem...

UserName-001 12. Jul 2021

Ich kann SecurityOnion empfehlen. Durch Anbindung der entsprechenden Agenten und...



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