Abo
  • Services:

Mali T720 und T760: Neue ARM-GPUs mit bis zu 16 Shadern und Kompression

Zwei neue Grafikkerne zur Integration in ARM-SoCs sollen Spiele auf mobilen Geräten verbessern. Um dabei Energie zu sparen, kann das größere Modell T760 auch den Framebuffer komprimieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Neue ARM-GPU
Neue ARM-GPU (Bild: ARM)

ARM hat mit den GPUs T720 und T760 zwei neue Grafikkerne vorgestellt, die in künftigen Systems-on-a-Chip eingesetzt werden können. Beide GPUs können sowohl mit den weit verbreiteten Cortex-A9-Kernen als auch den 64-Bit-Cores A53 und A52 kombiniert werden.

Stellenmarkt
  1. ETAS, Stuttgart
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden

Die Grafikkerne sind Erweiterungen der Midgard-Architektur, die bereits als Serie Mali T600 in SoCs eingesetzt wird. Während diese Modellreihe mit höchstens acht Rechenwerken, bei ARM Shader Core genannt, ausgestattet ist, kommt der Mali T760 auf bis zu 16 Einheiten, der T720 weiterhin auf bis zu acht Shader.

  • ... sieht den T720 bisher nicht vor...
  • ... aber den T760.
  • Die Roadmap für die schnellsten Mali-GPUs (Bilder: ARM) ...
Die Roadmap für die schnellsten Mali-GPUs (Bilder: ARM) ...

Durch das bei ARM übliche Baukastensystem, aus dem sich die Chipentwickler Module aussuchen können, ist aber bei beiden GPUs eine Skalierung von einem bis zu acht oder 16 Shadern möglich. Außer auf die Zahl der ARM-Kerne, die inzwischen auch ein Werbeargument ist, muss der Kunde in Zukunft also auch auf die Menge der Grafikeinheiten achten. Eine Aussage wie "Mit Mali T700 Grafikprozessor" sagt alleine noch nichts über die Leistungsfähigkeit.

Beide GPUs können zudem mit Takten von über 600 MHz arbeiten, auch dabei legen das jeweilige Chipdesign und das Gerät aber den tatsächlichen Takt fest. Durch eine veränderte Cache-Architektur und Speicherverwaltung sind die maximalen theoretischen Rechenleistungen von T720 und T760 neben der Shaderanzahl zudem sehr verschieden. ARM gibt für den T720 bis zu 81,6 GFlops an, der T760 soll auf 326,4 GFlops kommen.

Dieser große Unterschied liegt vor allem an der Cache-Ausstattung: Der T720 verfügt über einen gemeinsamen L2-Cache von 64 bis 256 KByte für alle Shader. Beim T760 kann der L2-Cache feiner abgestuft werden. Je vier Shader können mit 256 bis 512 KByte ausgestattet sein, insgesamt ergeben sich so bei 16 Shadern bis zu 2 MByte L2-Cache. Durch die hohe Leistung und Bandbreite unterstützt der T760 auch erstmals bei ARM-GPUs Multisample-Anti-Aliasing mit bis zu 16 Samples, (16xMSAA), was auch auf PCs schon ein Leistungshemmnis ist - hoch aufgelöste Tablet-Displays sollten auch mit kleineren Modi auskommen.

AFBC für schnellere Transfers zum Display

Nicht vorrangig für die Rechenleistung, sondern zum Energiesparen ist die Kompression des gesamten Framebuffers vorgesehen, sie heißt ARM Frame Buffer Compression (AFBC). Der Inhalt des Bildspeichers wird dabei verlustfrei komprimiert und kann so schneller an das Display geschickt werden. Da die Speicherbusse zu den Komponenten mit dem größten Energiebedarf gehören, lassen sie sich so öfter abschalten, und wenn sie im Betrieb sind, ist die Zeit dafür kürzer.

Beide GPUs, T720 und T760 sind für die Fertigung mit 28 Nanometern Strukturbreite bei TSMC optimiert, wie ARM selbst betont. Auch auf eine Verkleinerung auf die erst kürzlich angekündigte Breite von 16 Nanometern, die TSMC im Jahr 2015 einführen will, sind die Grafikeinheiten vorbereitet. Einsetzen wollen die Bausteine unter anderem Mediatek, Rockchip und Samsung. Vom Galaxy Note 3 mit einer der derzeit schnellsten mobilen GPUs, ist laut ARM auch der T720 abgeleitet. Die heutige High-End-GPU soll 2014 die Mittelklasse stellen, der T760 ist dann ARMs schnellste GPU mit bis zu vierfacher Rechenleistung.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 704,99€ inkl. Versand (Vergleichspreis 748,88€)
  2. 49,99€/59,99€
  3. für 849€ (Einzelpreis der Grafikkarte im Vergleich teurer als das Bundle)

Folgen Sie uns
       


Bethesda E3 2018 Pressekonferenz -Live

Fallout 76 wird Multiplayer bieten, Starfield und Elder Scrolls 6 werden angekündigt und Bethesda bringt mit Rage 2 und Doom Eternal jede Menge Action: Konnte uns das im nächtlichen Stream begeistern?

Bethesda E3 2018 Pressekonferenz -Live Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
    CD Projekt Red
    So spielt sich Cyberpunk 2077

    E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
    Von Peter Steinlechner


      K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
      K-Byte
      Byton fährt ein irres Tempo

      Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
      Ein Bericht von Dirk Kunde

      1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
      2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
      3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

        •  /