Mali-Cetus: ARMs Display-Controller ist bereit für HDR

ARM hat den Mali-Cetus vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , einen Display-Controller (DPU) für Multimediageräte. Er folgt auf Modelle wie den Mali-DP650 und bringt eine Unterstützung für HDR10 oder Virtual Reality mit 4K-Auflösung bei 90 Hz. Zusammen mit Cortex-Kernen und Mali-Grafik- sowie Videoeinheiten bildet der Mali-Cetus die Basis für ein System-on-a-Chip. Das könnte unter anderem in Smartphones, VR-Headsets oder 4K-HDR-Fernsehern verbaut werden.
Mali-Cetus stellt eine Architektur namens Komeda dar, was sich durch umgestaltete Funktionsblöcke zeigt, die ARM selten bespricht. Die DPU besteht aus einer Global-Controller-, einer Framebuffer-Compression-, einer Layer-Processing-, einer Composition- und einer Output-Einheit. Die Bezeichnungen beschreiben den jeweiligen Zweck zwar hinreichend, besonders interessant ist aber beispielsweise die Layer Unit für ein oder für zwei Displays.
Mehr Layer und HDR
Spätestens seit Android 7 Nougat und dessen Mehrfenstermodus müssen viele Schichten effizient und schnell berechnet werden. Dazu gehören Hintergründe, Overlays wie die Navigations- und die Statusleiste sowie Apps im Vordergrund. Der Mali-Cetus kann acht statt sieben solcher Layer und obendrein in 4K samt Pixel-Alpha-Blending für Animationen verarbeiten. Bei zwei Bildschirmen schafft er noch vier Schichten. Da mehrere Scaling-Engines vorhanden sind, kann der Mali-Cetus einzelne 4K-Layer in kleinere zerlegen, was effizienter ist.
Durch den Kauf von Apical hat ARM nicht nur Zugriff auf Image-Signal-Prozessoren wie den Mali-C71 , sondern auch auf eine Assertive Display genannte Technologie. Dabei handelt es sich um einen Tone Mapper, der HDR-Inhalte verarbeitet und sie auch für SDR-Bildschirme vorbereiten kann.