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Hoffen auf Milliardenprojekt Exomars

Außerdem werfen die wiederkehrenden Unfälle die Frage auf, wie zuverlässig die Raketensysteme der einstigen stolzen Raumfahrtnation eigentlich noch sind. Die Zurückhaltung beim Abschluss neuer Projekte auf der Messe MAKS lässt jedenfalls nichts Gutes hoffen.

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Aktuell hoffen die Russen darauf, an dem Milliarden-Projekt Exomars teilnehmen zu können. Von 2016 bis 2018 will die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos gemeinsam mit der Europäischen Weltraumbehörde Esa auf dem Mars nach Spuren von Leben suchen. Als Träger werden Proton-Raketen benötigt. In Russland ist man nun besorgt, die Esa könne von dem gemeinsamen Projekt abrücken.

Das ist unwahrscheinlich, weil die staatliche Raumfahrt überall auf der Welt finanziell in der Krise steckt. Sie lebt von Kooperationen, um die kostspieligen Missionen überhaupt noch durchführen zu können. So ist auch die Kooperation Esa und Roskosmos zustande gekommen.

Als die Esa feststellte, dass die Obergrenze von einer Milliarde Euro für den Orbiter und die Rover der Mission nicht zu halten waren, kooperierte sie vorerst mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa. Das darauffolgende Konzept aus dem Jahr 2009 sah einen Nasa-Orbiter vor, der die Atmosphäre des Mars untersuchen sollte sowie zwei Rover. Sparmaßnahmen zwangen die Nasa am Ende auszusteigen. Selbst die Finanzierung des inzwischen erfolgreich arbeitenden Rovers Curisosity stand damals auf der Kippe. Die Esa entschied sich im Anschluss an eine Mission mit nur einem Rover: Exomars. Als neuen Partner konnten die Europäer Roskosmos gewinnen.

Auch die deutschen Partner bauen künftig weiter auf Kooperationen mit Russland. "In den kommenden Jahren werden gemeinsame Vorhaben, nicht nur in der bemannten und unbemannten Raumfahrt, sondern auch in der Luftfahrtforschung die Zusammenarbeit unserer beiden Länder vertiefen", betonte Johann-Dietrich Wörner vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) beim Moskauer Aerosalon.

"Ein Teil der Missionen und Projekte, die das DLR in Moskau zeigt, wurden und werden gemeinsam mit unseren russischen Partnern realisiert", sagte Wörner. Dazu zählt zum Beispiel eRosita. Das wissenschaftliche Instrument soll im mittleren Röntgenbereich Bilder in räumlicher Auflösung liefern und so schwarze Löcher und nahe Galaxien nachweisen. Dafür wird es voraussichtlich 2014 an Bord eines russischen Satelliten gebracht.

Im Ergebnis wird die Krise in der Raumfahrt die Russen zwar zurückwerfen. Doch die Ingenieure, Physiker und andere Wissenschaftler werden mit ihrem Know-how weiter gebraucht und ihren Platz in der Branche finden.

 MAKS: Russlands Raumfahrt in der Krise
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