Makerphone im Test: Das Handy für Selberbauer

Das Makerphone ist ein Arduino-Handy, das erst zusammengebaut werden muss. Auf diese Weise sollen insbesondere Kinder lernen, wie ein Mobiltelefon funktioniert und wie sich anschließend Apps programmieren lassen. Aber auch wir hatten mit dem knallroten Handy unseren Spaß.

Ein Test von veröffentlicht am
Das zusammengebaute Makerphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Smartphones sind mittlerweile so allgegenwärtig, dass die meisten Kinder in Deutschland mit mindestens einem Gerät im Haushalt aufwachsen dürften. Vor diesem Hintergrund entstanden in den vergangenen Jahren mehrere Projekte, die Kindern frühzeitig das Programmieren näher bringen sowie für ein generelles Verständnis der Technik hinter einem Mobiltelefon sorgen sollen.

Inhalt:
  1. Makerphone im Test: Das Handy für Selberbauer
  2. Zusammenbau wird gut erklärt
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Das Makerphone des kroatischen Startups Circuitmess ist eines dieser Projekte. Per Crowdfunding finanzierte das Unternehmen ein Mobiltelefon, dessen Betriebssystem auf FreeRTOS basiert und dessen Hardware einen Arduino-kompatiblen ESP32-Mikrocontroller verwendet. Mit Hilfe einer speziellen Software sollen Einsteiger, besonders Kinder, zudem einfach und schnell für das Makerphone Apps programmieren lernen. Zuallererst muss das Mobiltelefon aber noch zusammengebaut werden.

Golem.de hatte die Kickstarter-Kampagne damals unterstützt und sich gegen einen Vorab-Zusammenbau gegen Zuzahlung entschieden - entsprechend ist das Makerphone in Einzelteilen bei uns angekommen. Der Hersteller führt das Modell im Übrigen unter dem Namen Ringo, was japanisch für Apfel ist - eine nette Anspielung auf Apple. Wir haben das Handy zusammengebaut und uns angeschaut, was man damit anstellen kann.

Zusammenbau beinhaltet häufiges Löten

"In Einzelteilen" heißt im Falle des Makerphone nicht, dass wir wirklich jeden Kondensator oder IC verlöten müssen. Das Mainboard ist bereits mit allen kleinen Komponenten bestückt, außer mit den Buttons und dem Joystick. Außerdem gibt es ein Daughterboard und den Bildschirm, die wir beide über Kontaktpins mit dem Mainboard verlöten müssen. Das 2G-Modem, für das wir uns entschieden hatten, wird in eine bereits aufgelötete Kontaktreihe eingesteckt.

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Die meiste Arbeit fällt beim Einlöten der Buttons für die Nummerntastatur und die Bedienknöpfe an. Für Anfänger schwieriger dürfte allerdings das Einlöten der Kontaktpinreihen für die Daughterboards sein. Circuitmess gibt das Mindestalter für den Bausatz mit 11 Jahren an, empfiehlt allerdings dann noch einen Erwachsenen als Hilfe. Wir halten diese Einschätzung für realistisch. Generell gilt: Wer bisher noch nicht viel gelötet hat, kann mit Hilfe des Makerphone seine Fähigkeiten trainieren. Nicht vergessen sollte man beim Löten eine gute Belüftung, etwa durch ein offenes Fenster. Zudem sollte der Lötdampf nicht direkt eingeatmet werden.

  • Das Netzwerkmodul des Makerphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Makerphone hat ein Gehäuse, das einen Teil des Innenlebens offen lässt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display reicht für die Bedienung des Makerphone aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Zusammenbau dürften das Einlöten der zahlreichen Buttons die meiste Zeit in Anspruch nehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku des Makerphone, daneben die Antenne für das 2G-Modul. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Buttons des Makerphone haben einen knackigen Druckpunkt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Makerphone ist ein einfaches Handy, das Nutzer erst zusammenbauen müssen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Makerphone basiert auf einem Arduino-kompatiblen Mikroprozessor und kann als Ausgangspunkt für zahlreiche Basteleien dienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite sind acht LEDs verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Makerphone sind neben Tools auch einige Spiele vorinstalliert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Makerphone ist ein einfaches Handy, das Nutzer erst zusammenbauen müssen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Da wir keine thermisch empfindlichen Bauteile einlöten müssen, hält sich die Gefahr in Grenzen, durch zu langes Draufhalten mit dem Lötkolben ein Bauteil zu beschädigen. Allerdings sollten Bastler sich einen Lötkolben mit Feinlötspitze besorgen, die klein genug ist, um die mitunter kleinen Lötpunkte problemlos setzen zu können. Grundsätzlich ist gutes Lötzinn auch immer hilfreich sowie natürlich ein Schwämmchen, um die Lötspitze zwischendrin mal zu reinigen.

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Zusammenbau wird gut erklärt 
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jimbokork 04. Mär 2020

kurzum weil kein lizenzfreies kompatibles radio dort mehr unterstützt wird, das ist eine...

Neuro-Chef 03. Mär 2020

Für den Preis ist das ein recht teures Spielzeug.

miauwww 03. Mär 2020

Kleine Stückzahlen...



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