Zusammenbau wird gut erklärt

Die Komponenten des Makerphone sind gut in einem blauen Karton verpackt. Eine Anleitung wird nicht mitgeliefert, diese gibt es aber online. Die Bauanleitung finden wir sehr verständlich und gut aufgebaut: Nach einer Einführung werden zunächst die erforderlichen Werkzeuge erläutert, ehe es an den Zusammenbau geht. Wer die benötigten Werkzeuge wie Lötkolben und Zange nicht zu Hause hat, kann sie direkt zusammen mit dem Makerphone bestellen.

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Die Anleitung ist gut bebildert und ausführlich. Wer noch nie etwas gelötet hat, findet am Anfang verschiedene Links zu Anleitungen und zu Videos, wie man auf diese Weise Bauteile miteinander verbindet. Bei allen Lötschritten bietet die Anleitung für den Zusammenbau des Makerphone hilfreiche Tipps, zudem ist sie in viele Einzelschritte unterteilt. An einigen Stellen müssen Bastler aber dennoch etwas aufpassen: So gibt es die Abstandshalter in zwei verschiedenen Größen, was wir erst nach der Hälfte des Zusammenbaus bemerkt haben - allerdings deshalb, weil wir nicht aufmerksam genug gelesen haben.

Bei uns dauerte das Verlöten der Buttons am längsten, was schlicht daran liegt, dass insgesamt 18 Knöpfe und ein Joystick angelötet werden müssen. Jeder Button hat vier Lötstellen, was also samt Joystick alleine schon 76 Lötstellen nur für diese Bedienelemente ergibt. Insgesamt hat uns als erfahrene Löter der Zusammenbau des Makerphone ungefähr zwei Stunden gekostet, bei Kindern rechnen die Macher des Gerätes mit einer benötigten Zeit von ungefähr fünf Stunden.

Halboffenes Plexiglasgehäuse

Das fertige Makerphone steckt in einem offenen Gehäuse, das aus durchsichtigem und rotem Plexiglas besteht. Das Gehäuse ist überraschend stabil, allerdings natürlich in keiner Weise gegen Staub und Flüssigkeiten abgesichert. Die Buttons haben einen überraschend festen Druckpunkt und machen auf uns einen hochwertigen Eindruck; der analoge Vierwege-Joystick erinnert uns ein wenig an den der Playstation Portable (PSP) von Sony.

  • Das Netzwerkmodul des Makerphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Makerphone hat ein Gehäuse, das einen Teil des Innenlebens offen lässt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display reicht für die Bedienung des Makerphone aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Zusammenbau dürften das Einlöten der zahlreichen Buttons die meiste Zeit in Anspruch nehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku des Makerphone, daneben die Antenne für das 2G-Modul. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Buttons des Makerphone haben einen knackigen Druckpunkt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Makerphone ist ein einfaches Handy, das Nutzer erst zusammenbauen müssen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Makerphone basiert auf einem Arduino-kompatiblen Mikroprozessor und kann als Ausgangspunkt für zahlreiche Basteleien dienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite sind acht LEDs verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Makerphone sind neben Tools auch einige Spiele vorinstalliert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Display reicht für die Bedienung des Makerphone aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Das LC-Display des Makerphone hat eine Diagonale von 1,8 Zoll und eine Auflösung von 160 x 128 Pixeln. Für die Darstellung des Menüs und der Inhalte des Makerphones reicht das allemal aus; die Blickwinkelstabilität ist ausreichend; wenn wir von rechts auf den Bildschirm schauen, invertieren einige der Farben allerdings. Auf der Rückseite sind insgesamt acht LEDs eingebaut, die beispielsweise beim Entsperren leuchten oder auch als Taschenlampe verwendet werden können. Die LEDs lassen sich zudem durch selbst geschriebene Software kontrollieren.

Von der Ausstattung her ist das Makerphone ein sehr einfaches Handy; gedacht ist es aber auch weniger als reines Mobiltelefon, sondern als Bastelgerät und um einfaches Programmieren von Apps zu erlernen. Dafür reicht die Hardware unserer Meinung nach mehr als aus; besonders die Arduino-Basis birgt aufgrund der Kompatibilität Vorteile, was die Software-Entwicklung angeht.

Circuitmess bietet mit Circuitblocks eine eigene Software für das Makerphone an, über die Anfänger leicht programmieren lernen sollen. Die einzelnen Codebausteine liegen als Art Puzzlestück vor, passende Fragmente lassen sich zusammensetzen. Auf diese Weise soll leichter vermittelt werden, welche Befehle zusammenpassen und welche nicht: Eine Variable lässt sich beispielsweise nicht in ein Codefragment integrieren, wenn sie dort keinen Sinn ergibt. Der Variablenblock passt dann einfach nicht in den Codeblock. Das Prinzip erinnert sehr an ähnliche Ansätze, wie etwa die grafische Programmiersprache Scratch und das Ardublocks-Projekt.

Anleitungen auf der Webseite von Circuitmess

Auf der Webseite von Circuitmess gibt es ein dreiteiliges Tutorial, das Nutzern den Umgang mit Circuitblocks erklärt. Tiefergehende Anleitungen zum Programmieren von Anwendungen finden sich hier allerdings nicht, die Macher kündigen aber weitere Teile an. Diese Ankündigung steht allerdings bereits seit ein paar Monaten auf der Webseite; wer programmieren lernen will oder einem Kind Programmieren nahebringen möchte, wird daher wohl nicht um weiterführende Lektüre herumkommen.

Für den Start veranschaulicht Circuitblocks aber ganz gut, welche Codefragmente mit welchen kompatibel sind - wenngleich Circuitmess ein derartiges grafisches Programmiersystem auf Arduino-Basis natürlich nicht erfunden hat. Die programmierten Anwendungen lassen sich über Circuitblocks direkt auf das mit dem PC verbundene Makerphone aufspielen.

Da das Makerphone auf einem Arduino-kompatiblen ESP32-Mikrocontroller basiert, eignet sich das Gerät auch für weitere Hardware- und Software-Basteleien. Das Gehäuse lässt sich sehr leicht wieder öffnen, weshalb man an alle notwendigen Pins leicht herankommt. Der Code von Circuitmess inklusive der Firmware des grafischen Beriebssystems findet sich auf Github. Bastler, die ihre frisch erlernten Programmierfähigkeiten ausbauen wollen, haben mit dem Code des Makerphone ausreichend Möglichkeiten dazu.

Alle notwendigen Apps sind vorinstalliert

Telefonieren und Nachrichten schreiben können Nutzer mit dem Makerphone übrigens auch problemlos. Wir mussten uns allerdings wieder an das Schreiben über den Nummernblock gewöhnen, das wir in den vergangenen Smartphone-Jahren verlernt haben. Zudem sind ein Taschenrechner, zwei Spiele, ein Bildbetrachter, ein Wecker, ein Kontakteverzeichnis, eine Taschenlampe sowie ein Kalender vorinstalliert. Die Taschenlampe aktiviert die LEDs auf der Rückseite, die in verschiedenen Farben leuchten können und überraschend viel Licht spenden.

Wer beim Zusammenbau Probleme hat, kann sich über das Makerphone-Forum Hilfe holen. Die Macher des Handys haben auf unsere Antworten schnell geantwortet: Wir hatten das Problem, dass das Makerphone die eingelegte SIM-Karte nicht erkannte. Nach zahlreichen Tests stelle sich heraus, dass das Board mit dem Modem offenbar defekt war. Wir haben unser Makerphone an Circuitmess nach Kroatien geschickt und es kostenlos mit einem neuen Board zurückbekommen.

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 Makerphone im Test: Das Handy für SelberbauerVerfügbarkeit und Fazit 
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