Who's Who in DeFi

Eines der ersten und bekanntesten DeFi-Projekte ist MakerDAO. Dabei zahlen Nutzer Kryptowährungen wie Ethereum in Smart Contracts ein und erhalten dafür Kredite in der Kryptowährung DAI, einem an den US-Dollar gebundenen Stablecoin.

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Sehr interessant ist auch Yearn.finance. Das Anfang 2020 ins Leben gerufene Projekt ist ein auf Ethereum basierendes Protokoll, das seinen Benutzern Zugang zu den höchsten Renditen auf Einlagen von Ether, Stablecoins und Altcoins bieten soll. Dabei werden aus den bestehenden Ethereum-DeFi-Plattformen (zum Beispiel Aave, Compound, dYdX) die besten Zinssätze ermittelt und das eingezahlte Krypto-Kapital dort angelegt.

Der Investor bekommt also einen ordentlichen Zinssatz, ohne auf verschiedenen Plattformen aktiv sein zu müssen. Die Idee kommt gut an, der zugehörige Token YFI wird inzwischen für über 30.000 US-Dollar gehandelt.

In der Kryptowelt muss ständig irgendwas getauscht werden. Coinmarketcap listet fast 6.000 verschiedene Währungen auf und nur ein Bruchteil davon ist für "herkömmliches Geld" erhältlich. Deshalb tauscht der Anleger meist zunächst Euro in Ether und die dann in die Zielwährung. Die bekannten Exchanges haben auch hier schon dezentrale Konkurrenz bekommen. Uniswap ermöglicht Token Swaps ganz ohne Mittelsmann über Smart Contracts.

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Die Währung, in die man tauscht, muss dabei in gewisser Menge vorgehalten werden. Deshalb erhalten Nutzer, die den sogenannten Liquidity Pools Währungen zur Verfügung stellen, eine monetäre Entschädigung. Sie wird aus den 0,3 Prozent Transaktionsgebühren erstattet.

Ein großes Problem von vielen DeFi-Projekten ist die Komplexität. Als Einsteiger ist man in der neuen Finanzwelt mit ihren Wallets, Keys, Stablecoins, Stakes und Swaps heillos überfordert und die Lernkurve ist beträchtlich. Und selbst wenn man nach einiger Zeit durchblickt, ist das Ganze im Vergleich zum guten alten Bundesschatzbrief einfach viel Arbeit. Wer größere Beträge anlegen möchte, überlegt sich das womöglich zweimal.

Aber es gibt erste Unternehmen, die sich der Sache annehmen und eine Schnittstelle zur Kryptowelt anbieten. Ein Beispiel dafür ist Compound. Mit dem Produkt Treasury lassen sich US-Dollar in DeFi investieren. Mit der versprochenen Rendite von 4 Prozent sollen institutionelle Anleger ins Boot geholt werden.

KRYPTOWÄHRUNGEN - Das 1x1 der Investments in Bitcoin & Altcoins: Wie Sie die Blockchain richtig verstehen lernen, in Kryptowährungen intelligent investieren und maximale Gewinne erzielen

Wer sich mit DeFi beschäftigen möchte, kommt um Metamask kaum herum. Die dezentrale Browser-Wallet hat sich fast zum Standard entwickelt. Metamask unterstützt Ethereum und Ethereum-basierte Tokens (ERC-20), ist aber viel mehr als eine Wallet. Metamask kann sich mit dApps verbinden und dient zum Beispiel dem Signieren von Transaktionen. Außerdem kann die Wallet zum Staken eingesetzt werden. Dabei setzen Kryptobesitzer ihre Coins ein, um neue Blöcke zur dazugehörigen Blockchain hinzuzufügen, natürlich gegen eine Belohnung.

Vorreiter eines generellen Dezentralisierungstrends

Menschen leihen anderen Menschen Geld, ohne sie zu kennen und ohne irgendeine Institution dazwischen, kontrolliert allein durch Computerprogramme, die über viele Rechner verteilt laufen. Das klingt nach einem Albtraum für die Finanzindustrie. Und gegen die Idee eines DAOs wirken selbst scheinbar hippe Fintechs altbacken und träge. Mit Decentralised Finance erlebt die Finanzindustrie als Vorreiter einen Umbruch, wie er auch anderen Branchen noch bevorsteht.

Nach der Digitalisierung folgt in vielen Bereichen die Dezentralisierung, das Web 3.0. Allerdings hat die Revolution auch ihre Schattenseiten. Die derzeitige Komplexität dürfte einen Großteil der potenziellen Nutzer abschrecken. Und jede Dienstleistung, die den Zugang vereinfacht, kostet einen Teil der Rendite. Das wiederum kommt einem doch aus der alten Finanzwelt bekannt vor ...

Hinweis: Kryptowährungen sind hoch volatil und mit vielen Risiken behaftet. Ein Totalverlust zum Beispiel durch verlorene Keys, unseriöse Projekte oder staatliche Regulierung kann nicht ausgeschlossen werden. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung, jeder Leser sollte sich gut überlegen, ob und wenn ja wie viel er in eine Kryptowährung investiert.

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 MakerDAO, Yearn.finance, Uniswap: Ist DeFi die Finanzindustrie der Zukunft?
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BlaueBohneJr 02. Sep 2021 / Themenstart

Ein Smart-Contract ist der Notar! Aber die Vorstellung ist witzig. :-DD

BlaueBohneJr 02. Sep 2021 / Themenstart

Falsch! Der Blockchain-Hype und jede Menge FOMO gab's auch schon früher, z. B. 2013 als...

JensBerlin 31. Aug 2021 / Themenstart

... Das ist der entscheidende Punkt. Man darf nicht übersehen oder vergessen, dass...

thht 30. Aug 2021 / Themenstart

Wenn man sich dort Geld leiht, muss man immer Sicherheiten in Form von anderen Coins...

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