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Maker Faire Hannover 2015: Kinder von heute fahren Kettcar mit Akkuschrauber-Antrieb

Wenn Nerds was mit Familie machen: Nur drei Wochen nach der größten Maker Faire in den USA haben wir uns den deutschen Ableger angesehen. Von Lärm, schraubenden Motoren und einer Reise nach Hogwarts.

Artikel von veröffentlicht am
Maker Faire 2015
Maker Faire 2015 (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Zuweilen ist die Bastlermesse Maker Faire eher ein Ort für lernbegierige Kinder als für gestandene Bastler. Das gilt nicht nur für die wichtigste Maker Faire in den USA, sondern auch für den deutschen Ableger. Doch die deutschen Bastler ticken in manchem anders als ihre amerikanischen Kollegen, wie die gezeigten Projekte von nützlich bis kunstsinnig auf der dritten Maker Faire in Hannover am vergangenen Wochenende zeigten: Sie verfolgen ganz eigene Ideen und Ansätze zur Umsetzung.

Inhalt:
  1. Maker Faire Hannover 2015: Kinder von heute fahren Kettcar mit Akkuschrauber-Antrieb
  2. Kunst zwischen Selbstzweck und Nutzen

Ein Publikumsmagnet war auf der Bastlermesse das Oculus Rift; an mehreren Ständen gab es Projekte mit dem Head-mounted Display zu sehen. Die Harry-Potter-Fans unter den Besuchern konnten einen virtuellen Flug durch Hogwarts unternehmen - auf einem beweglichen Besen.

Praktisch denkende Messebesucher konnten dem Moved-Reality-Projekt wohl mehr abgewinnen. Es ermöglicht dem Anwender, die Welt aus der Sicht eines steuerbaren Roboters wahrzunehmen.

Die deutsche Liebe zum Auto

Deutlicher wurde der Kontrast zwischen deutschen und amerikanischen Fahrzeugbastlern bei den vielfältigen Fortbewegungsmitteln für den Individual-Festival-Verkehr. Denn des Deutschen Liebe zum Auto zeigte sich in Perfektionismus.

  • Der Phantom Retroroadster auf Fahrt. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Ein echter Maker nutzt jede Minute zum Basteln. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Auf diesen Kettcars muss man nicht selbst strampeln, ... (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... denn sie werden mit Akkuschraubern angetrieben. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Beim Modellbau-Hersteller Revell konnte auch gebastelt werden. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... vielfach präsent. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Philipp Hachtmann spielt auf seiner Drucksirene. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • "Piece of Cake" ist ein Produktdesign-Entwurf, der austestet, ob Massenproduktion... (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... und individuelle Nutzungsideen kombiniert werden können. Ob als Gehäuse... (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... oder Blumentopf. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Fahrzeuge waren Kunstwerke... (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... mit viel Liebe zum Detail. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Auch Cosplayer gehören zu einer Maker Faire. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Trike wurde von Schülern des Berufskolleg Rheine gebaut. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Bei Projekten und Ausstellungsobjekten von Low-Tech bis High-Tec fühlte sich der Besuch zuweilen an wie eine Zeitreise. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Diesesn feuerspeienden Stier möchte man im Stau nicht hinter sich stehen haben. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Flug-Modellbauer sind nicht alle zu Quadcoptern und Drohnen gewechselt.  (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Auf diesen Kettcars muss man nicht selbst strampeln, ... (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
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Mit dem Phantom Retroroadster beispielsweise hätte sich Grace Kelly sicherlich gern von Cary Grant abholen lassen, um damit entlang der französischen Riveria zu radeln. Etwas weniger Kraft erfordert die Fortbewegung per mit Akkuschraubern betriebenen Kettcars. Alltagstauglicher, aber fürs tägliche Pendeln zum Arbeitsplatz fast zu schade sind die chromblitzenden E-Bikes von Power-Bikes.de.

Glänzender Stahl, polierte Oberflächen, saubere Schweißnähte - die Fahrzeuge in Hannover waren auffällig professionell gebaut - das Wort Basteln kommt hier nur schwer über die Lippen. Ganz anders auf der Maker Faire Bay Area, wo die Fahrzeuge häufig deutlich kreativer gestaltet waren, selbst ein oberflächlicher Blick schnell Rost offenbarte und zuweilen die Improvisation zu oft über die Sorgfalt siegte.

Etwas amerikanisches Feeling fernab ökologischer Bedenken kam bei einem Projekt des Berufskollegs Rheine auf: einem Trike aus einem alten Fiat 126 - inklusive Boombox und LED. Auch ohne aufgedrehte Musik beeindruckte das Gefährt allein mit seinem satten Motorsound. Fertig ist das Projekt noch nicht. Die Macher wollen die Bremsen noch einmal gründlich prüfen und säubern, vorher trauen sie sich noch keine größeren Runden mit ihrem Gefährt zu.

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Kunst zwischen Selbstzweck und Nutzen 
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Moon 16. Jun 2015

Und ich dachte schon, ich sei die einzige, die diese Meinung vertritt. Ich treffe da...

EQuatschBob 11. Jun 2015

Da kommt eine elektrische Krücke für's Kettcar genau richtig. Weitere Highlights: Mama...

Nugget32 09. Jun 2015

Die Idee von mir aus den 1980er Jahren ,war auch durch das Gewicht vom Fahrer und beim...

lemgold 08. Jun 2015

Johann Bernoulli. http://de.wikipedia.org/wiki/Brachistochrone lemgold

Rohde 08. Jun 2015

Ich war am Samstag da und konnte auch eine Menge entdecken. Und wie üblich findet man in...


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