Maker Faire: Die großen Bastlermessen und Zeitschrift starten neu

Dale Dougherty, ehemaliger CEO der Bastlermesse Maker Faire, bringt das Projekt zurück - zumindest teilweise. Die Make Community will die Zeitschrift Make Magazine vierteljährlich weiter publizieren. Dazu hat Dougehrty 15 der 22 zuvor entlassenen Mitarbeiter der insolventen Maker Media Inc. wieder eingestellt. Laut dem IT-Blog Techchrunch(öffnet im neuen Fenster) finanziert er dies mit seinem eigenen Geld. "Wir waren in der Umstellung erfolgreich und setzen gerade die Community auf" , sagte Dougherty in dem Gespräch.
Neben der Zeitschrift, die vier statt sechs Mal jährlich erscheint, soll es auch wieder die bekannten Veranstaltungen geben, auf denen Kreative, Bastler, Erfinder und Hobbyingenieure ihre Konstrukte ausstellen können. Auf dem Event gab es diverse Vorrichtungen zu sehen - etwa Zauberwürfelroboter, ferngesteuerte Fahrzeuge, animatronische Puppen oder mechanische Kunstwerke. Auch bekannte Persönlichkeiten wie Ex-Mythbusters-Host Adam Savage(öffnet im neuen Fenster) waren regelmäßig dort vor Ort.
Community ist gefragt
Die neu gegründete Make Community wird den Namen der Veranstaltung weiterhin an Drittanbieter lizenzieren. Allerdings wird es wohl die großen Messen in New York City und San Francisco unter Eigenregie nicht mehr geben. Dafür sei schlicht kein Geld da. "Da muss die Community ins Spiel kommen, denn ich selbst kann das nicht lange finanzieren" , sagt Dougherty. Dabei werde auch darüber nachgedacht, die Organisation als nicht profitorientiert oder Kooperation laufen zu lassen. "Das eine, was ich bei Non-Profit nicht mag: Man endet darin, für die Geldquelle zu arbeiten" .

Momentan hat die Make Community Zugriff auf 80.000 Abonnenten und 1,6 Millionen Youtube-Abonnenten - ein Anfang. Es muss aber noch eine Expansion geschehen, wenn Dougherty und sein Team die Marke weiterführen wollen. Beim letzten Versuch reichten 10 Millionen US-Dollar an Venture-Kapital nicht aus. Es wird sich zeigen, ob sich das ändert.