Makani Power: Alphabet gibt fliegende Windturbine auf

Das Unternehmen Makani Power, das einen stromerzeugenden Flugdrachen entwickelt hat, gehört nicht mehr zu Alphabet. Grund sind mutmaßlich finanzielle Schwierigkeiten einiger Alphabet-Ausgründungen. Das muss aber nicht das Ende von Makani bedeuten.

Artikel veröffentlicht am ,
Fliegendes Windkraft auf einer Tonne vor der norwegischen Küste: Shell prüft eine Weiterentwicklung.
Fliegendes Windkraft auf einer Tonne vor der norwegischen Küste: Shell prüft eine Weiterentwicklung. (Bild: Makani Power)

Die Holding Alphabet gibt Makani Power auf. Unklar ist, wie es mit dem Unternehmen, das eine fliegende Windkraftanlage entwickelt hat, weitergeht.

Stellenmarkt
  1. Software Integration and Test Engineer HPC (m/f / diverse)
    Continental AG, Wetzlar
  2. Data Scientist / Statistikerin / Statistiker / Epidemiologin / Epidemiologe - Hämatologie ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
Detailsuche

Makani wurde 2006 von Kitesurfern gegründet, die auf die Idee kamen, ihre Lenkdrachen dazu zu nutzen, aus Windenergie elektrischen Strom zu erzeugen. 2013 übernahm Google das Unternehmen und gliederte es in die Entwicklungsabteilung X ein. Im vergangenen Jahr gründete Alphabet Makani Power in ein eigenes Unternehmen aus.

In der Zeit bei Google respektive Alphabet baute Makani eine fliegende Windturbine mit einer Spannweite von 26 Metern. Auf den Tragflächen sind acht Propeller mit einer Motor-Generator-Einheit installiert. Das Fluggerät steigt auf, ist aber durch ein starkes Seil mit einer Bodenstation verbunden - ähnlich wie ein Drachen. An dem Seil dreht es große Kreise in etwa 300 Metern Höhe. Der Wind versetzt die Propeller in Rotation, die jeweils einen Generator antreiben. Über ein Kabel fließt der Strom zur Bodenstation.

Die Windturbine liefert eine Leistung von 600 Kilowatt - zuvor verfügte das Unternehmen nur über einen kleinen Demonstrator mit 20 Kilowatt. Im vergangenen Jahr hat Makani das System vor der norwegischen Küste getestet.

Golem Karrierewelt
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    13.10.2022, Virtuell
  2. IPv6 Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Weg, bis Makani wirtschaftlich werde, sei viel länger und risikoreicher, als das Unternehmen gehofft habe, heißt es in einer Mitteilung von Alphabet. Deshalb sei es nicht mehr sinnvoll, dass Makani ein Unternehmen von Alphabet sei. Alphabet-Chef Sundar Pichai stehe unter Druck wegen der wirtschaftlichen Situation der sogenannten "Other Bets" von Alphabet. Dazu gehören die Abteilung X, Waymo, die Abteilung der selbstfahrenden Autos oder Project Loon, das Breitbandinternet per Stratosphärenballons anbieten will: Im vergangenen Jahr hätten die Verluste der Other Bets 4,8 Milliarden US-Dollar betragen, berichtet die britische Wirtschaftszeitung Financial Times. 2018 seien es noch 3,4 Milliarden US-Dollar.

Dass Makani nicht mehr zu Alphabet gehöre, bedeute jedoch nicht das Ende für das fliegende Windkraftwerk, schreibt Makani-Chef Fort Felker in einem Blogeintrag. "Shell prüft die Möglichkeit, Makanis Technologie weiterzuentwickeln.". Der niederländische Energiekonzern hat im vergangenen Jahr eine Minderheitsbeteiligung an Makani erworben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Grafikkarten
Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
Artikel
  1. Smart Home Eco Systems: Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?
    Smart Home Eco Systems
    Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?

    Alexa, Homekit, Google Home - ist das nicht eigentlich alles das Gleiche? Nein, es gibt erhebliche Unterschiede bei Sprachsteuerung, Integration und Datenschutz. Ein Vergleich.
    Eine Analyse von Karl-Heinz Müller

  2. Hideo Kojima: Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben
    Hideo Kojima
    Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben

    Hideo Kojima arbeitete am Exklusivtitel für Stadia. Das wurde vorzeitig eingestellt, auch weil Google nicht an Einzelspieler-Games glaubte.

  3. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Razer DeathAdder V3 Pro 106,39€ • Alternate (u. a. Kingston FURY Beast RGB 32 GB DDR5-6000 226,89€, be quiet! Silent Base 802 Window 156,89€) • MindFactory (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€) • SanDisk microSDXC 400 GB 29,99€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /