• IT-Karriere:
  • Services:

Mainframe-Prozessor: IBMs z14 mit 5,2 GHz und absurd viel Cache

Bis zu 240 Kerne und 32 Terabyte pro Rack: IBMs neuer z14-Mainframe ist ein Gigant für Online-Transaktionen. Die z14-Prozessoren sind riesig und benötigen bis zu 500 Watt.

Artikel veröffentlicht am ,
z14-Mainframe
z14-Mainframe (Bild: IBM)

IBM hat auf der Hot Chips 29 im kalifornischen Cupertino den z14-Chip näher erläutert. Der neue Prozessor wird in den gleichnamigen z14-Mainframe-Systemen des Herstellers verwendet. Zwar sind solche Cluster heutzutage seltener als etwa Cloud-Server, in der Finanzindustrie oder bei Flugbuchungen bilden sie aber den vorherrschenden Standard. Der z14 ist verglichen mit den meisten anderen Chips ein Gigant, was die Technik anbelangt.

Stellenmarkt
  1. BSI Systeme GmbH, Mönchengladbach
  2. WIRCON GmbH, Heidelberg

Ein sogenannter Drawer besteht aus sechs CP- und einem SC-Chip. Der CP (Central Processor) ist die eigentliche CPU mit Rechenkernen samt Speichercontoller, der SC (System Controller) dient als Interconnect und Puffer-Stufe. Vier Drawer passen in einen wassergekühlten Mainframe, was in bis zu 196 (49 x 4) aktiven von 240 CPU-Kernen und bis zu 32 Terabyte DDR4-Arbeitsspeicher sowie 40 PCIe-Gen3-Anschlüssen resultiert.

Obgleich CP und SC einen anderen Ansatz verfolgen, messen sie enorme 696 mm² und bestehen aus 6,1 sowie 9,7 Milliarden Transistoren. Um das in Relation zu setzen: Intels 28-kerniger Skylake-SP (XCC) misst 602 mm² und Nvidias GV100 absurde 815 mm². Hergestellt werden die zwei z14-Chips im 14HP-SOI-Verfahren bei Globalfoundries, die Anzahl der Metal-Layer beläuft sich auf satte 17.

Der Central Processor weist zehn CPU-Kerne auf, die IBM mit sehr hohen 5,2 GHz taktet. Jeder davon hat 128 KByte L1I/L1D plus 2 MByte L2-Instruktionen- und 4 MByte L2-Daten-Cache, hinzu kommen 128 MByte L3-Cache bestehend aus Embedded-DRAM. Neu sind abseits größerer Puffer unter anderem eine verbesserte Pipeline, optimiertes 2-Wege-SMT (Simultaneous Multithreading) und neue Beschleuniger für Kompression sowie Verschlüsselung. Die Leistungsaufnahme pro Chip kann bis zu 500 Watt betragen.

Hinzu kommt der System Controller Chip, der sechs Prozessoren verschaltet und als Interconnect die Verbindung zu den drei anderen Drawern pro Mainframe herstellt. Er besteht weitestgehend aus Embedded-DRAM, konkret sind es gigantische 672 MByte pro SC. Insgesamt soll ein System eine um 10 Prozent höhere Singlethread aufweisen, eine um 25 Prozent gestiegene SMT-Leistung sowie ein Drittel mehr Kapazität verglichen mit dem z13-Vorgänger.

Wer mehr über die z14-Mainframes erfahren möchte, sollte sich den mit 522 Seiten recht umfangreichen Technical Guide (PDF) anschauen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399,00€ (Bestpreis! zzgl. Versand)
  2. 49,51€ (Bestpreis!)
  3. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

Ovaron 24. Aug 2017

Was IBM natürlich bewußt ist, deswegen benutzt IBM einen anderen CPU Cache.

honna1612 24. Aug 2017

Der Takt ist komplett egal. Leistung definiert man als arbeit pro zeit. Somit spielen die...

StephanJ2012 23. Aug 2017

Ich selbst arbeite als DB2 Admin mit einem Mainframe, bei einer Consulting Firma die...


Folgen Sie uns
       


iOS 13 ausprobiert

Apple hat iOS 13 offiziell vorgestellt. Die neue Version des mobilen Betriebssystems bringt unter anderem den Dark Mode sowie zahlreiche Verbesserungen einzelner Apps.

iOS 13 ausprobiert Video aufrufen
Starlink: SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd
Starlink
SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd

Die nächsten 60 Starlink-Satelliten stehen zum Start bereit, nachdem in diesem Jahr ungewöhnlich wenige Raketen gestartet sind - nicht nur von SpaceX. Die Flaute hat SpaceX selbst verursacht und einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt eingeläutet.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX testet Notfalltriebwerke des Crew Dragon
  2. Starship Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  3. SpaceX Das Starship nimmt Form an

Raumfahrt: Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus
Raumfahrt
Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus

Eine mögliche leichte Senkung des deutschen Beitrags zur Esa bringt nicht die Raumfahrt in Gefahr. Deren heutige Probleme sind Resultat von Fehlentscheidungen, die hohe Kosten und Ausgaben nach sich ziehen. Zuerst braucht es Reformen statt noch mehr Geld.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Space Rider Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre
  2. Vega Raketenabsturz lässt Fragen offen

Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien
Neuer Streamingdienst von Disney
Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Disney korrigiert falsches Seitenverhältnis bei den Simpsons
  2. Videostreaming im Abo Disney+ hat 10 Millionen Abonnenten
  3. Disney+ Disney bringt seinen Streaming-Dienst auf Fire-TV-Geräte

    •  /