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Zwei der z13-Racks
Zwei der z13-Racks (Bild: IBM)

Mainframe: IBMs z13 mit 144 Kernen und 10 TByte RAM pro Rack

Zwei der z13-Racks
Zwei der z13-Racks (Bild: IBM)

Als Nachfolger der Serie zEnterprise hat IBM seinen Großserver z13 angekündigt. Eine neue Architektur von der CPU bis zu Zusatzchips für I/O und Verschlüsselung soll Onlinehandel beschleunigen: bis zu 2,5 Milliarden voll nachvollziehbare Transaktionen pro Tag.

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Bei seiner neuen Serie z13 geizt IBM nicht mit großen Zahlen: Die neuen Achtkern-Prozessoren sollen die schnellsten der Welt sein, bis zu 144 Cores passen in ein Rack, und 10 TByte Hauptspeicher sind möglich. Das System ist vor allem für sichere Onlinetransaktionen vorgesehen und arbeitet dafür mit Verschlüsselung auf Hardwareebene. IBM vergleicht die erreichbare Leistung mit großen Onlinehändlern, ein z13 soll demnach 2,5 Milliarden Transaktionen pro Tag abwickeln können. Dabei sind die vollständigen Bestell- und Bezahlvorgänge gemeint, sie lassen sich zudem speichern und später nachvollziehen, sind also voll auditierbar.

Der Name z13 kommt von der 13. Generation der von IBM selbst entwickelten Prozessoren. Sie werden mit 22 Nanometern Strukturbreite hergestellt und arbeiten mit bis zu 5 GHz. Für manche der Caches, die bis L4 ausgeführt sind, kommt Embedded-DRAM zum Einsatz. Weitere Details zur Architektur hat IBM noch nicht verraten. Wie das Unternehmen Golem.de sagte, handelt es sich aber um eine Neuentwicklung. Ein reines Update der Power-Architektur soll der Prozessor des z13 nicht sein.

  • Was beim Onlinekauf alles passiert. (Bild: IBM)
Was beim Onlinekauf alles passiert. (Bild: IBM)

Jeder der Kerne kann zwei Threads parallel abarbeiten. Die Leistung soll so hoch sein, dass sich in einem voll ausgebauten Rack mit 18 Prozessormodulen - und damit 144 Kernen - ganze 8.000 virtuelle Maschinen ausführen lassen. Als Betriebssysteme kommen dabei unter anderem IBMs z/OS und z/VM, aber auch Red Hats Enterprise Linux ab Version 6 sowie Suses SLES in Version 11 mit SP2 und Version 12 zum Einsatz. Über eigene Blade-Einsteckkarten mit x86-CPUs können im selben Rack auch Windows Server 2008 R2 und 2012 R2 genutzt werden.

RAIM als RAID für RAM

Der maximale Speicherausbau von 10 TByte eines z13 bezieht sich auf die tatsächlich nutzbare Menge - technisch gesehen besitzen die Systeme noch mehr RAM, denn sie arbeiten mit ausfallgesicherten Redundanzen. IBM nennt das "redundant array of independent memory" (RAIM). Das klingt nicht nur wie ein RAID für Festplatten, sondern soll auch genauso funktionieren: Ausfälle eines Speichermoduls oder auch eines kompletten Speicherkanals kann RAIM abfangen.

Fünf Jahre lang hat IBM eigenen Angaben zufolge am z13 entwickelt und dafür eine Milliarde US-Dollar ausgegeben, rund 500 neue Patente sind für das System erteilt oder angemeldet. Zu Preisen und Verfügbarkeiten sowie weiteren technischen Daten will sich das Unternehmen in den kommenden Tagen äußern. Einen ersten Überblick liefern ein Datenblatt (PDF) sowie eine FAQ (PDF) zum z13. Letzteres PDF geht auch auf die Softwareumgebung, Installation der Hardware sowie Abwärtskompatibilität ein.


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Kleba 15. Jan 2015

So spontan? Aktien-Hochfrequenzhandel würde ich sagen.

tbxi 15. Jan 2015

Der Kern einer z11 schafft im Scenario Encoding ca. halbsoviel wie ein i7-2600. Aber für...

SelfEsteem 15. Jan 2015

Das wird dir so pauschal niemand beantworten koennen, da es zu sehr auf den Einsatzzweck...

DetlevCM 14. Jan 2015

In der Tat... Allerdings könnte eine Spyware auch gleich auf dem Server zu installieren...

Quantium40 14. Jan 2015

Das Redbook zu dem Teil ist ganz interessant: So wie sich das liest, sind es aber nicht...



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