Abo
  • IT-Karriere:

Mainframe-CPU: IBMs z15 bekommt 12 Kerne und 256 MByte L3-Cache

Big Blue hat einen neuen Prozessor für Mainframes entwickelt: Der z15 nutzt zwölf statt zehn CPU-Kerne, doppelt so großen Cache, besseres SMT, drastisch schnellere Kompressions-Engines und unterstützt mehr DDR4.

Artikel veröffentlicht am ,
z15-Mainframe
z15-Mainframe (Bild: IBM)

Auf den z14 von Sommer 2017 folgt der z15: Der Prozessor ist für die gleichnamigen z15-Mainframe-Systeme von IBM gedacht, welche unter anderem in der Finanzindustrie und für Flugbuchungen eingesetzt werden. Schon der z14 war ein gigantischer Chip, der z15 ist noch monströser als sein Vorgänger - und das, obwohl IBM das gleiche Fertigungsverfahren nutzt.

Stellenmarkt
  1. Zech Management GmbH, Bremen
  2. Vodafone GmbH, Düsseldorf

Erneut wird 14HP verwendet (14-nm-Node mit Silicon on Insulator), mit dem IBM die zwei Prozessoren bauen lässt, aus welchen sich ein z15 zusammensetzt. Er besteht aus CPs (Central Processor) als eigentliche CPUs mit Rechenkernen samt Speichercontroller und SCs (System Controller) als Interconnect und Puffer-Stufe. Der neue CP hat nun 9,2 Milliarden statt 6,7 Milliarden Transistoren und der SC wie gehabt 9,7 Milliarden Transistoren. Beide Chips sollen laut Technical Guide (PDF) weiterhin 696 mm² aufweisen.

Das ist interessant, denn der CP hat zwölf statt zehn CPU-Kerne mit wieder 5,2 GHz. Zudem hat IBM den L2-Cache auf 4 MByte und den L3-Puffer auf 256 MByte vergrößert, da einige Interconnects weggefallen sind. Das erklärt dann auch den von 674 MByte auf 960 MByte angewachsenen L4-Cache des SC bei gleicher Die-Size, zumal IBM von einer verdoppelten EDRAM-Macro-Dichte spricht.

An den eigentlichen Prozessoren wurden Verbesserungen wie eine Tage-basierte Sprungvorhersage (PDF) ähnlich wie bei AMDs Zen 2 vorgenommen. Deren spekulative Ausführungen werden bei fehlerhaften Sprüngen entfernt, was Seitenkanalangriffen vorbeugt. Weitere Aufwertungen betreffen interne Buffer und Latenzen, zudem wurde die zEDC (zEnterprise Data Compression) in die CPU integriert, so dass sie ein Vielfaches des Durchsatzes erreicht. Für den z15 hat IBM überdies das 2-Wege-SMT (Simultaneous Multithreading) für durchschnittlich +25 Prozent mehr Performance optimiert.

Komplette Systeme bestehend aus fünf sogenannten Drawern (4x CP + 1x SC) haben nun bis zu 190 Kerne statt 170 Kerne und können bis zu 40 TByte DDR4-Speicher anstelle von bis zu 32 TByte RAM adressieren (siehe Vergleich). Wie üblich verkauft IBM auch die z15-Mainframes nur individuell auf Anfrage, der Preis liegt bei den stärkeren Maschinen locker bei mehreren Millionen US-Dollar.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

M.P. 13. Sep 2019 / Themenstart

Wenn man für die Grillparty die rechteckigen Pappen für die Bratwürste vergessen hat...

ms (Golem.de) 13. Sep 2019 / Themenstart

Die Tage-Sprungvorhersage steht in keiner IBM-Pressemitteilung ^^

sambache 13. Sep 2019 / Themenstart

IBM ist sehr zufrieden mit dir ;-)

DerCel 12. Sep 2019 / Themenstart

Bei Unternehmen die Z einsetzen sind diese Angriffe auch unnötig. Chroot hat an vielen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Ancestors - Fazit

Mehre Millionen Jahre in einem Spiel: Dieses mutige Ziel hat sich das Indiegame Ancestors - The Humankind Odyssee gesetzt.

Ancestors - Fazit Video aufrufen
Serielle Hybride: Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?
Serielle Hybride
Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?

Die reine E-Mobilität kommt nicht so schnell voran, wie es Klimaziele und Luftreinhaltepläne erfordern. Doch viele Fahrzeughersteller stellen derweil eine vergleichsweise simple Technologie auf die Räder, die für eine Zukunft ohne fossile Kraftstoffe Erkenntnisse liefern kann.
Von Mattias Schlenker

  1. ADAC Keyless-Go bietet Autofahrern keine Sicherheit
  2. Gesetzentwurf beschlossen Regierung verlängert Steuervorteile für Elektroautos
  3. Cabrio Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto

Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

Mobile-Games-Auslese: Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
Mobile-Games-Auslese
Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone

Markus Fenix aus Gears of War kämpft in Gears Pop gegen fiese (Knuddel-)Aliens und der Typ in Tombshaft erinnert an Indiana Jones: In Mobile Games tummelt sich derzeit echte und falsche Prominenz.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs
  2. Dr. Mario World im Test Spielspaß für Privatpatienten
  3. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß

    •  /