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Mainboard: Das Asus ROG Maximus Z690 Hero kann Feuer fangen

Etwa 10.000 Stück des Alder-Lake-Mainboards sind fehlerhaft. Asus ruft betroffene Geräte zurück und verspricht einen kostenlosen Ersatz.

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Das Z690 Hero scheint ein paar Probleme zu haben. (Bild: Asus)

Asus ruft einige Mainboards zurück. Durch einen Produktionsfehler können die Geräte vom Typ ROG Maximus Z690 Hero einen Kurzschluss verursachen und überhitzen. Die Mainboards sollen gar schmelzen oder in Flammen aufgehen können. Betroffen sind laut Hersteller etwa 10.000 Produkte, die mit den Seriennummern MA, MB oder MC beginnen.

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Die Geräte wurden laut Hersteller wohl bereits 2021 gefertigt. Es handelt sich dabei allerdings wohl nur um Boards, die in Noramerika verkauft wurden. Das bestätigt Asus Golem.de per E-Mail. EU-Kunden sollten davon nicht betroffen sein.

Die Teilenummer lautet 90MB18E0-MVAAY0. Sie ist auf einem Sticker am ATX-Powerstecker aufgedruckt und steht zudem auf der Verpackung. Asus hat für die bessere Identifizierung des Problems ein Webtool geschrieben, mit dem Kunden ihr Produkt schnell prüfen können. Dazu geben sie die Seriennummer, die über der Teilenummer steht, in die Suchmaske ein. Betroffene Kunden können dann ihr Mainboard per Support-Ticket einschicken und so kostenlos ein Ersatzteil erhalten. Einen Link zum Kundensupport stellt das Unternehmen auf der Webseite bereit.

Bug seit 2021 bekannt

Asus scheint das Problem bereits Ende 2021 entdeckt zu haben. Ein fehlerhafter Speicherkondensator kann den Fehlercode 53 aufrufen und dazu führen, dass der PC gar nicht in den Post geht oder Mainboardkomponenten beschädigt werden. Zur damaligen Zeit waren nur wenige Kunden davon betroffen.

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Das Maximus Z690 Hero im ATX-Formfaktor gehörte Ende 2021 zu den ersten Mainboards für Intels damals neu angekündigte Alder-Lake-Generation. Es richtet sich an Enthusiasten für den High-End-Markt, obwohl zum Launch neuer CPUs günstigere Alternativen eher selten sind. Auch heute noch gehört die Asus-Hardware mit knapp 650 Euro zu den teureren Mainboards.

Nachtrag vom 22. August 2022, 9:51 Uhr

Asus bestätigt, dass die betroffenen Mainboards zu Chargen gehören, die nur in Nordamerika verkauft wurden. EU-Kunden sollten davon also nicht betroffen sein. Wir haben den Artikel entsprechend ergänzt