Mail-Verteiler: GNU Mailman 3 nach fünf Jahren als Beta erschienen
Erstmals ist eine Beta der gesamten Mailman Suite Version 3 verfügbar(öffnet im neuen Fenster) . Die Arbeiten an einer neuen Version des Mailinglisten-Servers GNU Mailman begannen bereits im Jahr 2009. Die Beta beinhaltet ein neues Web-Frontend, ein besseres Archivierungsprogramm sowie den eigentlichen Mailman-Core-Server. Letzterer befindet sich seit längerem in der Betaphase.
Das neue Web-Interface des Archivs namens Hyperkitty basiert auf dem in Python implementierten Framework Django und ersetzt Pipermail. Hyperkitty verschafft Mailman-Archiven endlich ein vergleichsweise modernes Aussehen. Neben einer integrierten Suche werden in der Übersicht auch Statistiken zu Beitragenden und Threads in einer Liste aufgeführt.
Die Ansicht einer einzelnen Liste wirkt eher wie ein Forum. Nach einem Login lassen sich neue Threads eröffnen, auf die einzelnen Beiträge lässt sich per Knopfdruck antworten und die Threads selbst werden übersichtlich untereinander dargestellt, statt wie bisher nur eine E-Mail pro Seite. Das Fedora-Projekt hat ihre Listen bereits umgestellt(öffnet im neuen Fenster) , was einen sehr guten Eindruck der neuen Oberfläche erlaubt.
Unterstützt wird Hyperkitty durch ein neues Administrationsinterface für Listenverwalter und -Nutzer, das ebenfalls auf Django basiert und den Namen Postorious trägt. Der Server selbst, Mailman Core, ist komplett überarbeitet worden und verfügt über ein einheitliches REST-API, das die vielen einzelnen Helfer-Programme ersetzt, die bisher die Daten verarbeitet haben.
Zum Ausprobieren der ersten Beta von Mailman 3 steht ein Installationspaket(öffnet im neuen Fenster) bereit, das die Arbeit übernimmt. Die einzelnen Projekte sind über den Python-Paket-Index, den sogenannten Cheese Shop(öffnet im neuen Fenster) verfügbar. Den Aussagen der Entwickler zufolge soll die Beta von Mailman 3 auf allen Unix-artigen Systemen mit Python 2.7 laufen.
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