Mail-Verteiler: GNU Mailman 3 erscheint nach über 7 Jahren
Die finale Version von GNU Mailman 3 ist erschienen(öffnet im neuen Fenster). Die Veröffentlichung beinhaltet ein neues Web-Frontend, ein besseres Archivierungsprogramm sowie den eigentlichen Mailman-Core-Server. Letzterer befindet sich seit längerem in der Betaphase. Vor etwas mehr als sieben Jahren erschien die erste Alpha-Version.
Das neue Web-Interface des Archivs namens Hyperkitty basiert auf dem in Python implementierten Framework Django und ersetzt Pipermail. Hyperkitty verschafft Mailman-Archiven endlich ein vergleichsweise modernes Aussehen. Neben einer integrierten Suche werden in der Übersicht auch Statistiken zu Beitragenden und Threads in einer Liste aufgeführt.
Die Ansicht einer einzelnen Liste wirkt eher wie ein Forum. Nach einem Login lassen sich über das Web-Interface neue Threads eröffnen, auf die einzelnen Beiträge lässt sich per Knopfdruck antworten, und die Threads selbst werden übersichtlich untereinander dargestellt, statt wie bisher nur eine E-Mail pro Seite. Passwörter der Nutzer werden nun automatisch als Hashwert gespeichert, und die monatlichen Passwort-Erinnerungen entfallen. Mit einem Login können zudem alle Listenabos auf einem Host konfiguriert werden.
Unterstützt wird Hyperkitty durch ein neues Administrationsinterface für Listenverwalter und -nutzer, das ebenfalls auf Django basiert und den Namen Postorious trägt. Der Server selbst, Mailman Core, ist komplett überarbeitet worden und verfügt über eine einheitliche REST-API, welche die vielen einzelnen Helfer-Programme ersetzt, die bisher die Daten verarbeitet haben.
Der Quellcode der Software-Suite von GNU Mailman 3 steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.
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