Abo
  • IT-Karriere:

Mail Pilot im Kurztest: Ein sehr spezieller, schlechter E-Mail-Client

Mail Pilot für den Mac macht die Inbox leer. Mit einem anderen Bedienungskonzept macht sich das Programm von Mindsense Funktionen von IMAP zunutze. Wer mit verschiedenen Systemen arbeitet, merkt allerdings schnell, dass dies dem IMAP-Gedanken nicht entspricht. Im Test enttäuscht das Programm vor allem bei komplexen Mailboxen.

Artikel veröffentlicht am ,
Mail Pilot für Mac OS X
Mail Pilot für Mac OS X (Bild: Mindsense)

Mindsense bietet mit Mail Pilot ein E-Mail-Programm an, das vor allem für Nutzer gedacht ist, die ihre Inbox grundsätzlich leer räumen wollen. E-Mails werden in Mail Pilot weniger als Briefe angesehen, sondern als Teil einer abzuarbeitenden To-do-Liste. Dementsprechend wird jede bearbeitete E-Mail in passende Ordner verschoben und mit einem Status versehen, der dafür sorgt, dass etwa eine E-Mail als noch zu lesen wegsortiert wird oder als vollständig abgearbeitet gilt. E-Mails können auch mit einem Erinnerungsdatum versehen werden, zu dem sie dann wieder auftauchen.

Inhalt:
  1. Mail Pilot im Kurztest: Ein sehr spezieller, schlechter E-Mail-Client
  2. Mail-Pilot-Bedienung beschränkt sich auf das Nötigste
  3. Fazit und Verfügbarkeit von Mail Pilot

Das stark auf Tastaturkommandos ausgelegte Programm soll eine schnelle Bedienung ermöglichen. Als Basis verwendet der Client das IMA-Protokoll. Per IMAP werden die Zustände einzelner E-Mails zwischen den Clients synchron gehalten. Die englischsprachige Presse feiert den Client teilweise als den besten E-Mail-Client im App Store, und in der Theorie des Einführungsvideos des Herstellers klingt alles sehr vielversprechend:

Schon bei der Synchronisation und der Organisation fragten wir uns, wie das funktionieren soll. IMAP ist dafür eigentlich nicht geschaffen worden. Im Fall von Mail Pilot zeigten sich auch schnell Nachteile. Das Programm baut sich seine eigene Ordnerstruktur auf. Das ist an sich kein Problem, solange der Anwender überall Mail Pilot verwendet. Wer hingegen IMAP als geräte- und programmübergreifendes Protokoll versteht und verwendet, wird sich schnell ärgern. Per Mail Pilot konnten wir zwar die angelegten Ordner anderer Programme ohne Probleme sehen. Doch die Inhalte wurden zunächst nicht angezeigt. Sie gelten als bearbeitet und die Box ist leer.

  • Das ist der einzige Optionsdialog abseits der Einstellungen für den Zugang. (Screenshot: Golem.de)
  • Einfache Einstellungen... (Screenshot: Golem.de)
  • ... erlauben eine schnelle Einrichtung. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer will, kann auch selbst konfigurieren. Die Port-Nummern sollte der Nutzer in dem Fall allerdings wissen. Sie werden nicht automatisch ausgefüllt. (Screenshot: Golem.de)
  • Ordner gibt es in der regulären Ansicht nicht zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Stattdessen werden E-Mails wie To-do-Listen-Einträge wegsortiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer will, kann sich klassische Ordner anzeigen lassen. (Screenshot: Golem.de)
  • Häufiger zu sehen: leere Ordner. Aufgeräumte Ordner sind das Prinzip von Mail Pilot. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier befinden wir uns nicht in den Erinnerungen, sondern in der Inbox. Wer Ordner über Sources (oben links) auswählt und diese dann wieder versteckt, bekommt keine aktualisierte Anzeige. (Screenshot: Golem.de)
Das ist der einzige Optionsdialog abseits der Einstellungen für den Zugang. (Screenshot: Golem.de)

Das ist besonders dann lästig, wenn der Anwender serverseitig seine E-Mails wegfiltert. Wir haben dieses Problem auf zwei verschiedenen Rechnern mit unterschiedlichen IMAP-Accounts nachvollziehen können. Seltsamerweise wurden irgendwann E-Mails auf einem Client doch angezeigt, nachdem wir eine E-Mail per Hand in einen angeblich leeren Ordner verschoben hatten. Plötzlich ließen sich die Inhalte aller Ordner anzeigen. An der Bandbreite lag es jedenfalls nicht. Beide Clients auf den unterschiedlichen Rechnern hatten ausreichend Zeit, die Boxen zu synchronisieren.

Mail-Pilot-Bedienung beschränkt sich auf das Nötigste 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 139,00€ (Bestpreis!)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Missingno. 29. Jan 2014

Wo ist denn der Unterschied, ob jetzt POP3 oder IMAP auf dem eigenen oder fremden Mail...

Kampf Katze 23. Jan 2014

Bin auch AirMail Nutzer geworden, seit Apple unter Mac OS X 10.9 dafür gesorgt hat das...

J.K. 23. Jan 2014

Nach dem review hier hab ich mir die App mal selber angeschaut. Ich finds super! Mir...

Dino13 23. Jan 2014

Naja ganz so unfair ist es nicht. Wenn ich den Artikel lese und danach das Positive mit...

Agrajag 23. Jan 2014

MailMate ist auch einen Blick wert. Vor allem wegen der sehr guten intelligenten Ordner...


Folgen Sie uns
       


Motorola One Action im Hands On

Motorola hat das One Action vorgestellt. Das Mittelklasse-Smartphone hat eine Actionkamera eingebaut, die mit einem 117 Grad großen Weitwinkel und einer digitalen Bildstabilisierung versehen ist. Das One Action hat eine gute Mitteklasseausstattung und kostet 260 Euro.

Motorola One Action im Hands On Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Epyc 7H12 & Ryzen 5 3500X AMD bringt 280-Watt-CPU und plant günstigen Sechskerner
  2. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  3. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000

Astronomie: K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super
Astronomie
K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super

Die Realität sieht anders aus, als manche Überschrift vermuten lässt. Die neue Entdeckung von Wasser auf einem Exoplaneten deutet nicht auf Leben hin, dafür aber auf Probleme im Wissenschaftsbetrieb.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Interview Heino Falcke "Wir machen Wettermodelle für schwarze Löcher"

Innovationen auf der IAA: Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach
Innovationen auf der IAA
Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach

IAA 2019 Auf der IAA in Frankfurt sieht man nicht nur neue Autos, sondern auch etliche innovative Anwendungen und Bauteile. Zulieferer und Forscher präsentieren in Frankfurt ihre Ideen. Eine kleine Auswahl.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. E-Auto Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

    •  /