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Mail-Alternative: Inbox statt E-Mail mit IMAP und MIME

Das Startup namens Inbox will einen neuen Mailstandard schaffen. Er soll frei vom Ballast der Zeichenkodierung und Kontingentverwaltung sein und als Open Source geführt werden. APIs und einige Programmierbeispiele gibt es schon.
/ Nico Ernst
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Das Prinzip von Inbox (Bild: Inbox)
Das Prinzip von Inbox Bild: Inbox

Schon der Name zeigt, was das junge Unternehmen Inbox(öffnet im neuen Fenster) will: Statt sich mit antiquierten Dingen wie in MIME kodierten Dateianhängen herumzuschlagen – die in diesem Fall auch unnötig Platz belegen – soll die E-Mail der Zukunft nur noch vom Sender zum Empfänger gelangen. Das soll auf möglichst direktem Weg geschehen und, wenn gewünscht, auch ohne Server.

Die Nachrichtenverwaltung kann mit Inbox direkt auf den Endgeräten erfolgen. Server, die bisher per IMAP gelesene von nicht gelesenen Nachrichten unterscheiden, sie in Ordner und Kontingente einteilen, sind weiterhin möglich, aber eben nur als Option. Kurz: Alles, was bisher an E-Mail umständlich ist, soll sich mit Inbox verbessern.

Dazu soll es Schnittstellen zu GMail, Yahoo und Microsoft Exchange geben, wie Inbox Techcrunch sagte(öffnet im neuen Fenster) . Zumindest für die großen Provider sind also Schnittstellen zwischen dem bisherigen Mailsystem zu Inbox vorgesehen. Das Startup wird unter anderem vom Crunchfund unterstützt, der vom Techcrunch-Gründer stammt. Auch andere Investmentgesellschaften fördern derzeit die in San Francisco angesiedelte Firma Inbox.

Inbox setzt als Online-Applikation auf bisherigen Standards wie Javascript und REST auf(öffnet im neuen Fenster) , daneben wird bisher iOS unterstützt. Dafür gibt es bereits SDKs(öffnet im neuen Fenster) , einige Anwendungen wie die Sync-Engine von Inbox sind auch bei Github(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Wenn das Projekt vollständig entwickelt ist, soll es als Open Source freigegeben werden.

Die Gründer von Inbox bringen einige Erfahrung mit, um einen neuen Standard zu etablieren: Michael Grinch arbeitete vorher bei Dropbox und Christine Spang bei Ksplice als Entwicklerin für Linux-Kernels. Beide studierten am MIT, wo Grinch laut Techcrunch auch seine Abschlussarbeit über E-Mail-Anwendungen schrieb.


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