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Mahindra: VW liefert Elektroauto-Komponenten nach Indien

Nach Ford hat VW einen weiteren Abnehmer für seine MEB-Bauteile gefunden. Mahindra wird die neue Einheitszelle für seine Elektrautos nutzen.

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Der MEB wird für VW zum Exportschlager. (Bild: VW)

Der Volkswagen-Konzern wird in den kommenden Jahren das indische Unternehmen Mahindra & Mahindra Ltd mit Komponenten für Elektroautos beliefern. Ein erster Liefervertrag für Mahindras Elektroplattform Inglo sei unterzeichnet worden, teilte VW am 16. Februar 2024 mit. Mahindra werde der erste externe Partner sein, der die geplante Einheitszelle von VW erhalte.

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Der Liefervertrag läuft der Mitteilung zufolge über mehrere Jahre und hat über die gesamte Lebensdauer ein Gesamtvolumen von rund 50 Gigawattstunden (GWh). Bei einer Akkukapazität von 50 kWh pro Fahrzeug entspricht dies der Produktion von einer Million Fahrzeuge.

VW liefert neben der neuen Zelle auch Komponenten des modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) von VW. Dieser umfasst neben dem Akku auch Elektromotoren und die elektronische Steuerung wie Wechsel- und Gleichrichter.

Mahindra will demnach von Dezember 2024 an fünf vollelektrische SUVs in Indien auf den Markt bringen. Mit mehr als fünf Millionen Neufahrzeugen im Jahr 2023 sei Indien einer der größten Automobilmärkte der Welt. Es werde erwartet, "dass die Elektrifizierung des Pkw-Segments in den kommenden Jahren deutlich an Dynamik gewinnen wird".

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Einheitszelle soll deutlich günstiger werden

VW will die Fortentwicklung der MEB-Plattform, die MEB+ genannt wird, im Jahr 2025 auf den Markt bringen. Diese soll jeweils Reichweite und Effizienz um rund zehn Prozent verbessern. Die Einheitszelle soll von der Tochterfirma Powerco um 50 Prozent günstiger als bisherige Zellen gebaut werden können. Dazu trage auch "die standardisierte Zellfabrik sowie weitere Innovationen wie die Trockenbeschichtung und eine kostengünstige Zellchemie ohne Kobalt und Nickel" bei, sagte VW-Chef Oliver Blume auf der IAA 2023 in München.

Neben Mahindra nutzt auch der US-amerikanische Hersteller Ford bereits die Komponenten der MEB-Plattform. Das erste Modell aus der Kooperation, der Ford Explorer, soll im Sommer 2024 auf den Markt kommen.