Magura V5: Bewaffnete Seedrohne in griechischer Meereshöhle entdeckt
Ein griechischer Fischer hat in einer Höhle im Ionischen Meer ein Seedrohne entdeckt. Sie lag nicht einfach auf dem Meeresgrund, ihr Motor lief bei der Entdeckung noch.
Griechische Behörden identifizierten das Gerät als ukrainisches Modell vom Typ Magura V5(öffnet im neuen Fenster), entwickelt von einem Privatunternehmen für den ukrainischen Militärgeheimdienst. Spezialisten entfernten Zünder an Bord, wie Medien berichten(öffnet im neuen Fenster). Das griechische Verteidigungsministerium übernahm die Ermittlungen.
Zwei Szenarien stehen im Raum. Entweder verlor ein ukrainisches Mutterschiff – ein Frachter oder eine Yacht – die Kontrolle über die Drohne, woraufhin diese in der Höhle strandete. Oder sie wurde dort gezielt als Vorbereitung für einen geplanten Angriff geparkt. Welche Version zutrifft, ist offen.
Für Radar kaum erkennbar
Der Fund löste in Griechenland eine Debatte über die Abwehrbereitschaft der Marine aus. Die Magura V5 ragt kaum über die Wasseroberfläche hinaus und ist für konventionelle Radarsysteme weitgehend unsichtbar. Die griechische Marine hat zwar auf einigen Kriegsschiffen Systeme zur Erkennung installiert – digitale Sensoren und Wärmebildkameras -, doch bleibt die Frage, ob das ausreicht.
Russlands Schattenflotte im Visier
Die Behörden gehen davon aus, dass die Drohne nicht gegen Griechenland selbst gerichtet war. Wahrscheinlicheres Ziel: ein Schiff aus Russlands sogenannter Schattenflotte, jenen oft veralteten Frachtern unter Fremdflagge, mit denen Moskau internationale Ölsanktionen umgeht.
Einige dieser Schiffe stehen zudem im Verdacht, im Auftrag Russlands an hybriden Operationen gegen westliche Infrastruktur beteiligt zu sein, darunter vermuteter Kabelsabotage in der Ostsee. Im Dezember soll die Ukraine bereits einen mutmaßlichen Schattenflottentanker im Mittelmeer mit Drohnen getroffen haben, rund 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.



