Magnetschwebebahn: Nevomo lässt einen Zug auf der Schiene schweben
Ursprünglich wollte Nevomo einen Hyperloop entwickeln. Dann hat sich das Start-up dazu entschlossen, Züge ohne Röhre schweben zu lassen.
Schweben über der Schiene: Nevomo hat eine Technik entwickelt, die Schienenfahrzeuge auf konventionellen Schienenstrecken schweben lässt. In einem Test zeigte das polnische Unternehmen, dass die Technik funktioniert.
Auf einer Versuchsstrecke in Nowa Sarzyna im Südosten Polens erprobte Nevomo sein Magrail genanntes System. Zunächst fuhr das 6 Meter lange und 2 Tonnen schwere Fahrzeug ganz konventionell auf der Schiene. Bei knapp über 70 km/h hob es ab und schwebte etwa 2 Zentimeter über der Schiene.
Das sei ein Meilenstein, sagte Przemek Ben Paczek, Chef und Mitbegründer von Nevomo. "Zum ersten Mal in der Geschichte der Eisenbahn bewegte sich ein Schienenfahrzeug nicht auf den vorhandenen Gleisen, sondern über sie hinweg, ohne Reibung." Der Test zeige, dass die Magrail-Technik keine Vision für die Zukunft, sondern eine greifbare Lösung für heute sei.
Magrail kann bis 550 km/h erreichen
Das Magrail-Fahrzeug wird von einem Linearmotor angetrieben und soll bis zu 550 km/h schnell fahren. Das Schwebesystem ist mit Permanentmagneten auf dem Fahrzeug realisiert, also passiv – anders als etwa bei dem Transrapid. Das bedeutet, das System ist energieeffizienter.
Ganz ohne Modifikation kommt das Schienensystem nicht aus: In der Mitte zwischen den Schienen muss ein Stator installiert werden. Zudem bedarf es einer weiteren Schiene auf jeder Seite des konventionellen Schienenstrangs. Diese Erweiterung des konventionellen Schienensystems soll laut Nevomo etwa 5 Millionen Euro pro Kilometer kosten.
Das Unternehmen wurde 2017 unter der Bezeichnung Hyper Poland gegründet und wollte einen Hyperloop entwickeln. Das Start-up nahm unter anderem an einem der Hyperloop-Wettbewerbe des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX teil. Dann jedoch entschlossen sich die Polen, die Vakuumröhre wegzulassen und eine Magnetschwebebahn zu bauen, die keine eigene Infrastruktur benötigt, sondern nur eine Modifikation der vorhandenen.
Magrail lässt sich schneller testen und auf den Markt bringen als ein Hyperloop-System. Es gibt auch Interesse seitens der Bahnbetreiber. Anfang des Jahres etwa gab Nevomo eine Kooperation mit der französischen Bahngesellschaft SNCF bekannt.
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Ebenso die Tragmagnete neben den Gleisen.
Deutschland, der Nabel der Welt. Wenn es in Deutschland nichts bringt, dann bitte gar...
Nee nee, die werden dann genutzt, um die aufgrund von Verspätung verpassten...
Am besten die rechte Fahrspur abkoppeln und Auflieger autonom per Magnetschwebetechnik...
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