Magnetische Tinte: Wenn der Metalldetektor ins Portemonnaie schaut

Metalldetektoren finden nicht nur Waffen, haben US-Wissenschaftler herausgefunden. Sie orten auch Geldscheine. Die Forscher können zwar nicht erfassen, welche Summe, wohl aber wie viele Scheine im Portemonnaie sind.

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Verräterische Tinte: Scheine werden auch unter der Kleidung erkannt.
Verräterische Tinte: Scheine werden auch unter der Kleidung erkannt. (Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Um Dollarnoten fälschungssicher zu machen, setzen die Drucker in den USA magnetische Tinte ein. Allerdings lässt sich damit nicht nur die Echtheit des Geldscheins prüfen: Auch Metalldetektoren finden die Geldscheine, haben Antao Chen und Christopher Fuller von der Universität des US-Bundesstaates Washington in Seattle herausgefunden.

Verstecken zwecklos

Mit einem Handgerät konnten die beiden Physiker beispielsweise einen einzelnen Schein aus einer Entfernung von 3 Zentimetern orten. Ihn unter Stoff, Karton oder Plastik zu verbergen, half nichts - das Gerät schlug trotzdem an. Ist das Bündel der Geldscheine dick genug, enthält es genug Metall, dass ein Detektor es auch auf eine größere Entfernung findet - etwa wenn ein Reisender am Flugplatz den Metalldetektor durchschreiten muss.

Die beiden Forscher fügten dem Geldbündel immer fünf Scheine hinzu und prüften das Signal. Dessen Stärke nahm linear zu, so dass sie daraus die Zahl der Scheine ermitteln konnten. Der Wert des Bündels lässt sich auf diese Weise jedoch nicht ermitteln: Die Scheine enthalten unabhängig vom Nennwert die gleiche Menge metallischer Farbe. Eingeführt wurde sie, damit Selbstbedienungsautomaten erkennen können, ob ein Schein echt ist.

Verrauschtes Signal

Sie hätten jedoch nur eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, schränken die Forscher ein. Für einen praktischen Einsatz, also etwa, um Geldschmuggler mit Hilfe der Metalldetektoren an den Flughäfen zu enttarnen, sei noch einige Entwicklungsarbeit nötig. "In einem realen Umfeld wird das Signal verrauscht sein, weshalb eine digitale Signalverarbeitung erforderlich sein dürfte", sagte Chen dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Chen will die Erkenntnisse auf der Konferenz Defense, Security and Sensing vorstellen. Sie findet vom 23. bis zum 27. April 2012 in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland statt.

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