Magnetische Induktion: US-Wissenschaftler verbessern drahtlose Stromübertragung

Ein einfacher Kupferring kann die drahtlose Energieübertragung deutlich effizienter machen: Durch den Einsatz eines Verstärkers soll viel mehr Strom beim Empfänger ankommen. Davon sollen vor allem Elektroautos profitieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Drahtlose Stromübertragung: Effizienzsteigerung um das 50-Fache
Drahtlose Stromübertragung: Effizienzsteigerung um das 50-Fache (Bild: David Ricketts)

Bei der Zahnbürste geht es, beim Elektroauto auch - aber nicht so gut: den Akku ohne ein Kabel zu laden. Durch eine Entwicklung von Wissenschaftlern aus den USA soll die drahtlose Stromübertragung effizienter werden.

  • Drahtlose Stromübertragung im Vergleich: mit MRFE, Metamaterial, durch die Luft (von links) (Grafik: David Ricketts)
Drahtlose Stromübertragung im Vergleich: mit MRFE, Metamaterial, durch die Luft (von links) (Grafik: David Ricketts)
Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler Elektrokonstruktion (m/w/d)
    Hegenscheidt-MFD GmbH, Erkelenz
  2. Softwareentwickler:in Java / Selenium / Cloud
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
Detailsuche

Bei der drahtlosen Stromübertragung erzeugt eine Sendespule ein Magnetfeld. Das induziert in der Empfangsspule eine Spannung. Beim Auto, bei dem Sender und Empfänger einen gewissen Abstand haben, ist die Effizienz allerdings nicht so hoch.

Verstärker macht drahtlose Energieübertragung effizienter

Mit einem Verstärker, einem Magnetic Resonance Field Enhancer (MRFE), so haben die Forscher um Matthew Chabalko herausgefunden, kann die drahtlose Energieübertragung deutlich verbessert werden. Chabalko führte die Experimente an der Carnegie-Mellon-Universität (CMU) in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania durch. Inzwischen ist er zu Disney Research gewechselt.

Für den Versuchsaufbau verwendeten die Wissenschaftler zwei Spulen aus Kupferdraht mit einem Durchmesser von 4,25 Zentimetern. Diese stellten sie in einem Abstand von 12,2 Zentimetern auf. Die Übertragungsfrequenz lag bei 2,94 Megahertz. Die Forscher übertrugen erst Energie durch die Luft, dann platzierten sie erst ein Metamaterial und schließlich einen MRFE zwischen Sender und Empfänger. Dabei berührten weder Metamaterial noch MRFE Sender und Empfänger. Der MRFE bestand aus einem Kupferring mit einem Durchmesser von 12 Zentimetern.

MRFE ist besser als Metamaterial

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Effizienz lasse sich sowohl durch das Metamaterial als auch durch die MRFE steigern, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift IEEE Antennas and Wireless Propagation Letters. Der Ansatz mit MRFE sei allerdings bis zu viermal effizienter als der mit Metamaterial.

"Die Ergebnisse unserer Experimente zeigen eine Verdoppelung der Effizienz durch den Einsatz eines MRFE im Vergleich zur Übertragung durch die Luft", sagt David Ricketts von der Universität des US-Bundesstaates North Carolina in Raleigh. Weitere Verbesserungen seien aber möglich. Das hätten zudem Computermodelle für Systeme zur drahtlosen Energieübertragung gezeigt. Danach sei durch einen MRFE eine Effizienzsteigerung um das 50-Fache gegenüber einer Energieübertragung durch die Luft möglich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


SL5net 30. Jul 2015

Ich suche vergeblich die Angabe zum Wirkungsgrad. Wikipedie: "So wurde im Jahr 2007 am...

Moe479 30. Jul 2015

kontakte im boardstein oder auf der parkplatzfläche tuns auch, dort wird 'angedockt...

HeinzHecht 30. Jul 2015

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Marmelade Schnaps enthält... faszinierend, dass...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Eisenoxid-Elektrolyse: Stahlherstellung mit Strom statt Kohle
    Eisenoxid-Elektrolyse
    Stahlherstellung mit Strom statt Kohle

    Das Forschungsprojekt Siderwin entwickelt einen Prozess zur klimafreundlichen Stahlherstellung mittels direkter Elektrolyse.
    Von Hanno Böck

  2. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  3. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /