Magnesium: Lenovo ändert seit 2006 bestehende Konstruktion des Thinkpad
Seit 20 Jahren verwendet Lenovo einen inneren Käfig aus Magnesium, um Thinkpads der P-Serie zu bauen. Dies war bis zum Thinkpad P16 Gen 2 vom letzten Jahr der Fall. Mit der neuen Generation wird sich das allerdings ändern. Lenovo verbaut beim Thinkpad P16 Gen 3(öffnet im neuen Fenster) künftig ein integriertes Magnesiumgerüst, das in Komponenten wie der Trackpadschale eingebaut ist. Das hat das Magazin Notebookcheck(öffnet im neuen Fenster) beim Test des Modells herausgefunden.
Die neue Generation wird durch die aktualisierte Konstruktion vor allem dünner und kompakter. Das Modell kann deshalb mit dem anhaltenden Trend nachziehen, durch den auch Business-Laptops immer kompakter aussehen müssen. Sicher ist Lenovos Entscheidung auch eine Kostenfrage. Dedizierte Magnesiumschalen sind nicht nur kostspielig. Sie machen die Konstruktion auch komplexer.
P-Serie die letzte der alten Schule
Den Schritt zu integrierten Magnesiumgehäusen machte Lenovo bei diversen Thinkpad-Reihen schon vor mehr als zehn Jahren. So werden das Thinkpad X1 Carbon und die T-Serie bereits lange nicht mehr wie das traditionelle Thinkpad T60 von 2006 gefertigt. Allerdings behielt Lenovo die Konstruktion bei den auch für Blue-Collar-Arbeit in Fabriken und Lagern ausgerichteten P16-Modellen bei. Mit dem aktuellen Thinkpad P16 Gen 3 ändert sich das.
Dabei werden die integrierten Magnesiumkäfige weggelassen und andere Module wie die obere und untere Schale mit Magnesiumschalen für diverse Bauteile verwendet. Solche Bauteile können in Zukunft teurer werden, wenn sie für eine Reparatur vom Hersteller neu gekauft werden müssen. Inwiefern sich die neue Konstruktion auf die Stabilität der P-Serie auswirkt, müssen Praxiserfahrungen zeigen.