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Magine TV: Streaming-Anbieter verlangt jetzt Geld

Der Streaming-TV-Anbieter Magine schränkt sein kostenloses Angebot deutlich ein. Auch deutsche Privatsender verschwinden nun hinter einer Bezahlschranke.
/ Friedhelm Greis
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Magine TV-Benutzeroberfläche auf einem Tablet (Bild: magine.com/Lizenz: (CC BY 3.0)
Magine TV-Benutzeroberfläche auf einem Tablet Bild: magine.com/Lizenz: (CC BY 3.0

Rund vier Monate nach seinem Deutschlandstart muss der schwedische Streaming-TV-Anbieter Magine(öffnet im neuen Fenster) sein kostenloses Angebot deutlich einschränken. Ab sofort seien nur noch die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender umsonst zu empfangen, teilte das Unternehmen am Freitag mit(öffnet im neuen Fenster) . Um die Sender RTL, SAT.1, ProSieben, Sport 1, DMAX, BBC World oder Bloomberg sehen zu können, ist nun eine "technische Bereitstellungspauschale" zu zahlen, die monatlich 6,99 Euro betragen soll.

Magine wirbt für das neue Abonnement damit, dass Nutzer die Sender teilweise in HD-Qualität streamen können. Zudem ermögliche die Funktion Catch-up bei bestimmten Programmen einen direkten Zugriff auf die Sendungen der vergangenen Tage. Mit der Funktion Startover lasse sich das Programm pausieren, was ebenfalls nur bei bestimmten Sendern möglich ist. In den kommenden Wochen sollen die Nutzer von Windows-8-Geräten den Dienst verwenden können.

Komplettangebot zum Testen

Um Kunden zu gewinnen, bietet Magine einen Monat die kostenlose Nutzung des Komplettangebotes an, das normalerweise 23,99 Euro monatlich kostet(öffnet im neuen Fenster) . Dieses Angebot umfasst 90 TV-Sender, darunter 25 Pay-TV-Kanäle. Wer sich danach nicht für ein Bezahlangebot entscheidet, wird automatisch auf das frei empfangbare Angebot herabgestuft.

Mit dem neuen Angebot nähert sich Magine der Konkurrenz wie Zattoo an. Dort kostet ein werbefreies Angebot mit Privatsendern je nach Vertragslaufzeit mindestens 8,33 Euro im Monat. "Wir mussten lernen, wie der deutsche Markt funktioniert" , sagte Gründer und Chef Mattias Hjelmstedt der Welt zufolge(öffnet im neuen Fenster) . Dennoch zeigt er sich überzeugt, dass sich der Trend mit dem wachsenden Markt für mobiles Fernsehen und den zunehmenden Nutzungsmöglichkeiten für modernes TV-Entertainment auch in Deutschland fortsetzen werde.


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