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Magic-Leap-Patente: AR-Brille lässt Herzen in OP-Sälen schweben

Neue Patente bestätigen frühere Einschätzungen und zeigen Augmented-Reality -Anwendungen: Magic Leap könnte als AR-Brille in Krankenhäusern und im Wohnzimmer verwendet werden.
/ Marc Sauter
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Wave Guide Reflector Array Projector (Bild: Magic Leap)
Wave Guide Reflector Array Projector Bild: Magic Leap

Magic Leap hat weitere Patente beim United States Patent and Trademark Office (UPTO) angemeldet(öffnet im neuen Fenster) . Diese bestehen aus Aberhunderten von Unterpunkten und sehr vielen Grafiken. Wie üblich gilt bei Patenten: Alles kann, nichts muss. Das Material beschreibt sehr ausführlich eine Art Brille, die mit einem kleinen Empfänger verbunden für Augmented Reality verwendet wird. Die Steuerung dürfte mit Gesten erfolgen.

Mehrere Grafiken demonstrieren verschiedene Handzeichen, die von einer Tiefenkamera erfasst werden. Je nachdem, welche Finger sich krümmen oder aneinander liegen, erfolgen Befehle wie Auswählen, Kopieren, Fokussieren oder Abbrechen. Magic Leap soll mit Annäherungs-, Ultraschallwellen- und Beschleunigungssensoren arbeiten, hinzu kommen Magnetometer, Gyroskopen und weitere Kameras.

Magic Leap
Magic Leap (00:23)

Die AR-Brille selbst wird erneut als ein Mikrolinsenraster beschrieben, das ein Lichtfeld erzeugt und neben der Tiefenkamera mit Sensoren sowie einem Home-Button ähnlich dem Gear VR ausgestattet sein soll. Die Brille ist an eine Wearable-Box angeschlossen, diese soll Funkverbindungen zu einem Cloud-Server aufbauen und einen Akku enthalten.

Mittels Gestensteuerung soll der Nutzer der AR-Brille beispielsweise mit seinen Fingern einen Rahmen ziehen, welcher den Bereich vorgibt, in dem ein Foto aufgenommen wird. Dieses kann dann virtuell ins Wohnzimmer geklebt werden, die Sensoren und Kameras sorgen für die korrekte Positionierung.

Weitere Szenarien sind die virtuelle Einkaufsliste im Supermarkt und Spiele für Kinder, wie eine kleine Monster-Schnitzeljagd hinter Verpackungen bestimmter Lebensmittelhersteller. Die Werbeindustrie dürfte spätestens hier aufhorchen.

Im professionellen Umfeld zeigt Magic Leap verschiedene Anwendungen im Krankenhaus: So könnten sich Patienten aus ihrem Zimmer in eine Strandlandschaft versetzen, passende Geräuschkulisse inklusive. Auch die Besprechung und Durchführung einer Herz-Operation mit virtuell eingeblendetem Organ ist denkbar.


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