Breiteres Sichtfeld als Hololens

Alles, was näher als etwa 40 cm vom Gesicht entfernt ist, wird ausgeblendet, erst danach zeigt die Magic Leap eine von zwei Fokusebenen. Je nach Distanz wechselt die AR-Brille sporadisch zwischen den beiden, was ein ständiges Springen zwischen scharfer und unscharfer Darstellung zur Folge hat - nervig. Generell fällt auf, dass die getönten Gläser sehr viel Umgebungslicht schlucken. Das sorgt für bessere Kontraste bei den virtuellen Objekten und verhindert eine stärkere Artefaktbildung wie die typischen Regenbogen-Effekte.

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Für die beiden Fokusebenen musste Magic Leap pro Auge gleich sechs hauchdünne Wellenleiter hintereinander platzieren, also je zwei für die drei Farben (RGB). Das eigentliche Bild erzeugt ein LCOS-Micro-Display, von wo aus es umgelenkt wird. Das horizontale Sichtfeld ist mit 40 Grad breiter als das der Hololens mit rund 30 Grad, aber immer noch viel enger als bei einem VR-Headset wie dem Oculus Rift, und selbst das reicht nicht ansatzweise an das menschliche Field of View heran. Gehen wir zu nahe an die Roboter in Dr. Grordbort's Invaders heran, verschwinden Kopf oder Füße.

  • Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Magic Leap One Creator Edition (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auf uns wirkt das Sichtfeld so, als würde ein großer transparenter Fernseher ständig vor den Augen schweben - überspitzt formuliert. Bewegen wir den Kopf sehr schnell, schrumpft das Field of View noch weiter. Weta Workshops blendet daher Pfeile an den Rändern des Sichtfelds ein, damit wir wissen, von wo ein Roboter anstapft. Die Orientierung per Gehör durch die integrierten Lautsprecher ist jedoch meist schneller, wenngleich bei Kopfdrehungen das Kabel zum Lightpack stören kann.

Die Bild- und die Grafikqualität von Dr. Grordbort's Invaders beeindruckt, denn der kleine Rechner nutzt einen aktiv gekühlten Tegra X2 alias Parker von Nvidia. Dank 8 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Storage müssen sich Entwickler wenig zurückhalten, was ihre Assets anbelangt. Programmiert wird per Lumin-SDK, zudem sind Schnittstellen für die Unity- und Unreal-Engine vorhanden. Bisher wird Eye-Tracking noch nicht unterstützt, wenngleich die IR-LEDs und die Kamera in der AR-Brille schon verbaut sind. Hand-Tracking für Gesten funktioniert, ausprobieren konnten wir das aber nicht.

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Aufgeladen wird das Lightpack per USB-C, selbst im Betrieb klappt das per Power-Bank. Die Laufzeit liegt grob bei einer bis drei Stunden, sie ist stark abhängig von den jeweils laufenden Apps. Cooles Detail: Das System hat einen LED-Halbmond und gibt beim Ein- wie Ausschalten futuristische Geräusche von sich.

Ein erstes Fazit

Microsofts Hololens ist seit 2016 verfügbar, da muss Magic Leap zwei Jahre später genau das liefern, um zu überzeugen: einen magischen Sprung, eine signifikant bessere AR-Brille. Und so beeindruckend wir das Gesamtpaket finden, der Unterschied fällt eben doch eher gering aus und vor allem nicht so radikal, wie es Magic Leap propagiert hat. Das breitere Sichtfeld etwa engt dennoch ein, die getönten Gläser verdunkeln die Umgebung spürbar und die Wellenleiter sorgen für mehr Regenbogen-Artefakte als bei der Konkurrenz. Wir sehen die bequem zu tragende One Creator Edition von Magic Leap daher als wichtigen Schritt, aber magisch ist sie nicht.

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