Magenta Zuhause Hybrid 5G im Test: Wir holen uns zu Super Vectoring noch 5G über Außenantenne

Der neue Tarif der Deutschen Telekom Magenta Zuhause Hybrid 5G(öffnet im neuen Fenster) ist verfügbar und wir haben ihn an einem vorhandenen Hybridanschluss ausprobiert. Hier lagen bereits Super Vectoring und zusätzlich LTE an. Bei einem Hybridzugang wird die Datenrate aus dem Fest- und Mobilfunknetz aggregiert. Wichtig im Homeoffice: Sollte das Festnetz ausfallen, ist weiter ein Internetzugang über das Mobilfunknetz möglich.





Benötigt wird der gebuchte Tarif für Magenta Zuhause Hybrid 5G und die Hardwareausrüstung, die aus Router, SIM-Karte, 5G-Außenantenne und Halterungen besteht. Die dedizierte Micro-SIM-Karte wird in den Router gesteckt, sie ist einzeln nicht nutzbar. Die SIM-Karte hat eine PIN, die standardmäßig abgeschaltet ist. Die Hybridtechnik muss, damit sie funktioniert, im Festnetz der Telekom unterstützt werden, was mit der Buchung durch den Netzbetreiber erfolgt.
Bevor wir den neuen Router installieren, messen wir mit dem alten Speedport Pro über die Leitung aktuell noch 263 MBit/s im Download und 46 MBit/s im Upload . Das ist nur das Festnetz: Da wir für den Test von der Telekom schon auf 5G umgestellt wurden, funktioniert unser zugeschaltetes LTE nicht mehr.
Ein Telekom-Techniker erklärte uns: "Sie haben als Hybridoption Hybrid 5G/LTE (5) - outdoor gebucht. Die kann man nur mit dem Speedport Smart 4 und dem 5G-Empfänger nutzen. Mit dem alten Router funktioniert das nicht. Hybrid 5G ist also aktiv, kann aber nur mit dem neuen Router verwendet werden, nicht mit den alten Hybrid-Routern."
Bisher benötigten Nutzer für Hybrid den Speedport Smart Hybrid oder den Speedport Pro. Magenta Zuhause Hybrid 5G ist nur mit dem Speedport Smart 4 und der externen 5G-Antenne möglich.
Miete oder Kauf, keine Routerfreiheit
Laut Telekom kostet der 5G-Empfänger monatlich 7,95 Euro oder einmalig 359,99 Euro. Der Hybridrouter Speedport Smart 4 kann für 6,95 Euro pro Monat gemietet oder für 189,99 Euro gekauft werden. Der Betrieb eines eigenen alternativen Routers ist laut Telekom nicht angeraten. 5G-Empfänger und Router kosten zusammen 529,99 Euro oder lassen sich für 12,95 Euro im Monat mieten.
Der alte Hybrid-Router Speedport Pro des französischen Herstellers Sagem wurde bereits im Februar 2019 von der Telekom ausgeliefert. Im Mobilfunk werden hier 700, 800, 900, 1.500, 1.800 und 2.600 MHz, aber kein 5G unterstützt, geboten wird Cat 6 mit zweifacher Carrier Aggregation.
Die Telekom verspricht mit Magenta Zuhause Hybrid 5G zusätzlich zum Festnetz-Anschluss über das Mobilfunknetz bis zu 300 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. Bei einem Feldtest wurden über 600 MBit/s ins Haus geliefert, berichteten die Anwender . Der Zuwachs bei der Datenübertragungsrate hängt natürlich davon ab, wie und in welchem Frequenzbereich das 5G-Netz ausgebaut ist.
Wir installieren Magenta Zuhause Hybrid 5G
Um Magenta Zuhause Hybrid 5G zu nutzen, müssen wir den Speedport Smart 4 und die externe 5G-Antenne installieren. In dem Paket der Telekom befinden sich ein 5G-Empfänger und sein Netzteil, ein 10 Meter langes flaches Netzwerkkabel, das unter dem Fenster eingeklemmt werden kann, ein 1,5 Meter langes Kabel für den Speedport Smart 4 und das Netzteil.
Dazu kommen eine Montageausrüstung für die Wand, das Fenster, ein Geländer, das Fensterbrett oder das Regenfallrohr. Wir wollen keine Löcher in der Wand und das Regenrohr ist zu weit entfernt, weshalb wir uns für die Glasscheibenhalterung für die Montage am Fenster entscheiden. Das Netzwerkkabel lässt sich problemlos von außen nach innen führen.
Die 5G-Antenne wird mit dem Klebehalter am gereinigten Fenster außen angebracht und dann mit dem Speedport Smart 4 verbunden. Ein Festnetztelefon brauchen wir nicht mehr. Die Installation dauert nur rund 40 Minuten.
Während danach schon die WLAN-Nutzung mit Smartphones möglich war, mussten über einen der Rechner noch die Telekom-Kundendaten eingegeben werden.
Die Suche nach diesen Daten dauerte bei uns nochmal eine Stunde, weil wir sie nicht aufgeschrieben hatten. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Wir erreichen 361 MBit/s im Download und 120 MBit/s im Upload.
Fazit:
Wer bereits einen Hybrid-Zugang nutzt oder einfach eine höhere Datenrate benötigt, sollte sich Magenta Zuhause Hybrid 5G genau ansehen. Wer wie wir bereits Super Vectoring im Festnetz hat, dürfte jedoch eher selten zur Zielgruppe für den Tarif gehören, es sei denn, man stößt bei der Datenrate bereits an die Grenze. Wichtig ist bei Hybrid generell, dass man über eine doppelte Internetverbindung verfügt und so gegen einen Netzausfall abgesichert ist. In den sechs Jahren, in denen wir Hybrid nutzen, waren wir im Homeoffice nie ohne Internetzugang. Die Installation ist einfach und die Montage am Fensterglas ist auch optisch gut vertretbar.
(mit Unterstützung von Tim Sawall)



