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Magenta: Deutsche Telekom verkauft Telefonzellen ab 450 Euro

Wer sich eine Telefonzelle in den Garten stellen und als Dusche umbauen will, hat dazu die Chance. Die gelben Modelle der Deutschen Telekom sind allerdings ausverkauft.
/ Achim Sawall
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Telefonhäuschen (Bild: Christian Allinger)
Telefonhäuschen Bild: Christian Allinger / CC-BY 2.0

Die Deutsche Telekom baut Telefonzellen zunehmend ab und verkauft sie an Fans. Das gab das Unternehmen in seinem Blog bekannt(öffnet im neuen Fenster). Einzelne Telefonzellen – fachlich Telefonhäuschen – sind ab 450 Euro verfügbar. Lieferung und Montage sind nicht im Preis inbegriffen. Es gibt jedoch nur noch Häuschen in Grau oder Magenta, die gelben Boxen sind vergriffen.

Wer sich für den Kauf eines gebrauchten und ausrangierten Telefonhäuschens interessiert, kann weitere Informationen per E-Mail unter info@telekom.de anfordern.

Von 160.000 auf 30.000 Telefonhäuschen

Mobilfunkausbau und der Telefonzellenabbau liefen parallel, erklärte die Telekom. Noch knapp 30.000 Telefonhäuschen der Telekom und einiger anderer Anbieter gibt es in Deutschland, meistens an Flughäfen oder Bahnhöfen. Einst befanden sich laut Deutschem Städtetag mehr als 160.000 Telefonstandorte im öffentlichen Raum. "Die allererste Telefonzelle, der sogenannte Fernsprechkiosk, wurde 1881 in Berlin aufgestellt. 1899 kam der Münzfernsprecher auf, Telefonzellen für geschlossene Räume", berichtet die Telekom für Deutschland.

Nach der Einführung des Euro im Jahr 2002 war die Nutzung zuerst wieder gestiegen und die Umsätze mit den Automaten hatten sich stabilisiert. Reisende aus den Euro-Ländern hatten die passende Währung dabei und konnten so unkompliziert an den Münzfernsprechern telefonieren.

Es gebe eine Grenze der Wirtschaftlichkeit beim Betrieb: "Wenn diese erreicht ist, gehen wir auf die Gemeinde zu und besprechen, ob sie entfernt werden soll", sagte Katja Werz von der Telekom. Betriebskosten, Standmiete und Reinigung müssen laufend weitergezahlt werden. Das Abbauen der Telefonhäuschen widerspreche nicht dem öffentlichen Grundversorgungsauftrag. "Denn wenn die öffentlichen Telefone nicht genutzt werden, tragen sie auch nicht zur Grundversorgung bei." Bevor eine Telefonzelle abgebaut werden kann, braucht die Telekom aber – wegen des gesetzlich festgeschriebenen Versorgungsauftrages – die Zustimmung der jeweiligen Gemeinde.

Viele Telefonhäuschen würden durch Basistelefone ersetzt, einfache Telefonanschlüsse an einer Stele ohne Häuschen, die nur noch mit Telefonkarten oder Kreditkarten funktionierten.


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