Magdeburg: Intel-Chef verteidigt Milliarden-Subventionen

Intel konkurriert laut Pat Gelsinger nicht mit anderen Unternehmen, sondern mit Nationen. Der Wettstreit laufe mit China, Korea oder Taiwan.

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Pat Gelsinger am Times Square in New York City am 26. Oktober 2022
Pat Gelsinger am Times Square in New York City am 26. Oktober 2022 (Bild: Michael M. Santiago/Getty Images)

Intel-Chef Pat Gelsinger hat Subventionen in Höhe von 10 Milliarden Euro verteidigt, die der Konzern für den Bau einer Chipfabrik in Magdeburg erhält. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte er, Intel konkurriere nicht mit anderen Unternehmen, sondern mit Nationen. China, Korea oder Taiwan hätten die Halbleiterbranche in den vergangenen Jahrzehnten massiv unterstützt. Die Subventionen seien daher notwendig, um konkurrenzfähig produzieren zu können.

Die Entscheidung, eine der weltweit größten Chipfabriken in Deutschland zu bauen, sei vor allem deshalb gefallen, weil Deutschland eine große Tradition in der industriellen Produktion habe.

Innerhalb Deutschlands habe sich Magdeburg durchgesetzt: "Magdeburg war einfach hungriger. Sie wollten gewinnen." Gelsinger sprach mit der Süddeutschen Zeitung auch über den von ihm eingeleiteten Strategiewechsel bei Intel. Dass Intel nun auch als Auftragshersteller Chips für andere fertige, ist für ihn die Voraussetzung dafür, ein großes Netz an Produktionsstandorten am Laufen zu halten.

Intel war für die geplanten Werke in Magdeburg mit staatlichen Subventionen in Höhe von 6,8 Milliarden Euro nicht zufrieden und drängte auf rund 10 Milliarden Euro.

Grüne machen Konzernpolitik

Die Leiter des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) kritisierten mehrfach die Subventionen für das Großprojekt.

Vor allem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und seine Beamten hätten zuletzt intensiv daran gearbeitet, die höheren Subventionen zu ermöglichen und Intel zu überzeugen, sich in Sachsen-Anhalt anzusiedeln, hieß es in Regierungskreisen.

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