Mafia Definitive Edition im Test: Ein Remake, das wir nicht ablehnen können

Familie ist für immer - nur welche soll es sein? In Mafia Definitive Edition finden wir die Antwort erneut heraus, anders und doch grandios.

Ein Test von veröffentlicht am
Capisce?
Capisce? (Bild: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)

Hach, da werden Erinnerungen wach: Schon das Intro ist extrem nahe am Original von 2002 dran, die neu interpretierte und doch so bekannte Musik zaubert uns sofort ein Lächeln ins Gesicht. Denn einen Klassiker als Remake - und nicht als Remaster - zu veröffentlichen, stellt eine Gratwanderung dar. Im Falle von Mafia Definitive Edition eine, die glücklich endet.

Inhalt:
  1. Mafia Definitive Edition im Test: Ein Remake, das wir nicht ablehnen können
  2. Deckungssystem trifft Abwechslung

Die immer noch mitreißende Geschichte rund um den Taxifahrer Tommy Angelo, der eher unfreiwillig mit der Mafia anbandelt, haben die Entwickler von Hangar 13 in ihren Grundzügen nicht angetastet - gut so. Besser noch: Da die zahlreichen Zwischensequenzen ohnehin neu erstellt wurden, nutzte das Studio die Chance, den einzelnen Figuren ein bisschen mehr Tiefe zu verpassen und so ihre Beweggründe glaubwürdiger zu machen.

Charaktere wie Don Salieri, der stotternde Automechaniker Ralphie oder der Consigliere Frank wurden optisch wenig verändert - fast alle erinnern auf den ersten Blick klar an ihre jeweiligen Vorbilder. Paulie hingegen wirkt insgesamt weniger draufgängerisch und Sam macht auf uns einen glatteren Eindruck, was aber nicht über die Abgründe hinwegtäuscht, die in ihren Köpfen lauern. Auch eine weibliche Figur tritt früher auf - in einer prüderen Szene - und ist scharfzüngiger als früher.

Wer Mafia Definitive Edition möglichst nahe am Original erleben möchte, sollte den klassischen Schwierigkeitsgrad auswählen. Je härter, desto weniger hält unsere Spielfigur Tommy Angelo aus, die Zeitlimits sind arg knackig und im höchsten Schwierigkeitsgrad verlieren wir die restliche Munition eines Magazins, wenn wir nachladen. Im Klassik-Modus reagiert die Polizei auf Geschwindigkeitsüberschreitungen (Tempomat einschalten!), böswillig ignorierte rote Ampeln sowie Zusammenstöße, gezogene Waffen und Personenschäden viel aggressiver.

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Überdies erhalten Autos und die neuen Motorräder ein aufwendig simuliertes Fahrverhalten. Auf die Tankfüllung müssen wir eher achten und auch das Wetter spielt eine Rolle, da die Oldtimer zum Ausbrechen neigen. Vom Schwierigkeitsgrad unabhängig ist die Option, einen Großteil der Fahrten zu überspringen, wenn die für die Story relevanten Gespräche zu Ende sind. Das ist zwar lobenswert, birgt aber das Risiko, das toll gestaltete Lost Heaven weniger gut kennenzulernen. Auch treffen wir Lucas Bertone nur für eine reguläre Mission, schnelle Autos finden sich schon sehr früh automatisch in der Garage - schade, im Vorbild mussten wir diese aufwendig erspielen.

  • Die Familie sitzt zu Tisch. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Tommy ist eigentlich Taxifahrer. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Anfangs müssen wir mit lahmen Karren vorliebnehmen ... (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • ... später werden diese schnittiger - und schwerer zu beherrschen. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Das Deckungssystem macht die Kämpfe insgesamt etwas einfacher, sie bleiben aber knackig. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Selbiges gilt für das legendäre Oldtimer-Rennen, ohne Abkürzung übrigens. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Licht und Schatten gehören zu den grafischen Pluspunkten von Mafia Definitive Edition. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Je nach Mission regnet es, was hübsch aussieht und Autos schneller ausbrechen lässt. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • In Zwischensequenzen sehen alle Charaktere toll aus ... (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • ... im eigentlichen Spiel hingegen fällt die Qualität der Darstellung leider ab. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Wir heilen uns wie gehabt nur per Erste-Hilfe-Kit statt automatisch. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Ein Mafioso ohne Bankbesuch wäre kein Mafioso. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Das Parkhaus ist uns in guter Erinnerung geblieben! (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Wie im Original sind die Missionen sehr abwechslungsreich. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
  • Das Spiel spart nicht mit Gewalt, das Remake ist allerdings prüder. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)
Die Familie sitzt zu Tisch. (Rechteinhaber: Hangar 13, Screenshot: Golem.de)

Apropos fahren: Der Freie Fahrt Extrem genannte Modus des originalen Mafia fehlt leider, nur der normale wurde übernommen - mangels interaktiver Stadt ist der aber langweilig, es sei denn, Comics und Zigarettenschachteln sammeln gilt als sinnvolle Beschäftigung. Abseits des klassischen Schwierigkeitsgrads nervten uns zudem Richtungsweiser, während wir am Steuer sitzen, diese sind aber genauso wie der ärgerlicherweise allgegenwärtige schwebende Questmarker seit einem Patch abschaltbar. Beides störte die Immersion sehr, wenn wir durch die Stadt kurvten.

Mafia: Definitive Edition

Der Radioempfang wird in Tunneln wie eh und je schlechter, so hätten wir fast nicht die Fake-Nachrichten mitbekommen, die über unsere Taten veröffentlicht werden. Nicht entgangen ist uns allerdings, dass einige besonders liebgewonnene Radiostücke fehlen - etwa Belleville und Cavalerie, beide von Django Reinhardt. Auch haben wir anfangs verärgert die Stirn gerunzelt, weil im Hauptmenü nicht das gleiche Theme erschallt wie beim Original, denn das hören wir in Mafia Definitive Edition an anderer Stelle - wo, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten.

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Deckungssystem trifft Abwechslung 
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Sybok 20. Dez 2020

Das dürfte Dir im Wesentlichen aber wirklich nur so vorkommen. Einige wenige Fahrten hat...

Truster 19. Okt 2020

Wenn man die Classics schon per Steam gekauft hat, bekommt man die DE gratis - zumindest...

freebyte 15. Okt 2020

Menschenkenntnis wäre sowas, das ist ja bei vielen Spielen grob drin (Fallout 4 zb...

\pub\bash0r 15. Okt 2020

Oder die Flugschule in GTA: San Andreas. Arggh.

Bohrdi 14. Okt 2020

Ja beide Enden sind nicht so toll aber nachdenklich



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