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Verfügbarkeit und Fazit

Für die aufwendige Hauptkampagne schätzen wir eine Spielzeit von rund 15 Stunden, für den Kleinkram nebenbei dürfte noch mal die gleiche Dauer anfallen. Damit kommt Mafia 3 weder an die Masse noch an die Klasse von GTA 5 heran - was das Entwicklerstudio Hanger 13 aber wohl auch nie ernsthaft vorgehabt haben dürfte.

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Die natürlich auffälligste Parallele zu Grand Theft Auto ist, dass wir uns in New Bordeaux praktisch jedes Fahrzeug schnappen und damit nach Belieben in der riesigen Stadt umherkutschieren können. Kutschieren passt zumindest zum Teil, denn wer ein bisschen sucht, findet riesige 70er-Jahre-Karossen - deren Hubraum, aber leider auch Wendekreis ungefähr einem Güterzug entspricht. Alternativ können wir aber auch Kleinwagen oder manchmal Sportflitzer klauen.

Mit den Vehikeln fahren wir durch das riesige Stadtgebiet von New Bordeaux mit seinen heruntergekommenen Vierteln, den edlen Randbezirken, schönen Stadtparks entlang von Flüssen und ein paar Highways. Wir liefern uns Verfolgungsjagden mit der Polizei - was wir wesentlich einfacher als in GTA finden - und mit anderen Gangstern. Die Metropole ist meist schön in Szene gesetzt, kann aber nicht ganz mit Los Santos aus GTA 5 mithalten. Manchmal wirken die Proportionen in überbreiten Straßen nicht so stimmig, es gibt stellenweise seltsam detailarme Gebiete und längst kein so riesiges Umland. Trotzdem, sehenswert ist die Stadt schon!

  • Mit einem dicken Amischlitten schlängelt sich Lincoln in den Verkehrsfluss ein. (Screenshot: Golem.de)
  • Pater Ballard erhählt einen Teil der Handlung - und gehört selbst dazu. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit nicht allzu sanftem Druck verhören wir einen Informanten. (Screenshot: Golem.de)
  • Nach und nach erobern wir ein Stadtviertel durch das Absolvieren von Missionen. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf Sonne folgt dank des dynamischen Wetternsystems auch mal Regen. (Screenshot: Golem.de)
  • Unser Stripclub wird von Cassandra verwaltet. (Screenshot: Golem.de)
  • Eine Verfolgungsjagd im Motorboot... (Screenshot: Golem.de)
  • ... endet (vorerst) glücklich. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei einer Stadtfeier muss sich Lincoln verstecken. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Spielverlauf lassen sich Hauptfigur, Waffen und Autos verbessern. (Screenshot: Golem.de)
  • Natürlich auch New Bordeaux auch ein Rotlichtviertel. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim Türen knacken ist vor allem Timing gefragt. (Screenshot: Golem.de)
  • Alternativ kann Linceln auch "nicht tödlich" nahkämpfen. (Screenshot: Golem.de)
Eine Verfolgungsjagd im Motorboot... (Screenshot: Golem.de)

Den Schwierigkeitsgrad können Spieler genauso wie die Zielaufschaltung in jeweils drei Stufen regeln, so dass wirklich jeder seine gewünschte Herausforderung finden sollte. Nervig finden wir das automatische Speichern, das stellenweise viel zu wenige Checkpoints kennt - mit etwas Pech müssen wir dadurch einen langen Abschnitt wiederholen.

Das kann auch deshalb durchaus mal passieren, weil die Steuerung in engen Stellen manchmal etwas hakt und das Programm uns ausgerechnet dann gern aus dem (gefühlten) Nichts heraus einen schwer bewaffneten Gangster in den Rücken stellt. Sonderlich clever stellen sich die Feinde übrigens sonst nicht an: Sie gehen zwar hinter Tischen oder Ähnlichem in Deckung - wie wir auch. Aber davon abgesehen scheinen sie meist nach der Devise "Frontangriff ist die beste Verteidigung" zu agieren, was natürlich kaum funktioniert.

Mafia 3 ist für Playstation 4, Xbox One und Windows-PC erhältlich, der Preis liegt je nach Plattform zwischen 40 und 60 Euro. Die deutsche Version enthält neben der sehr guten deutschen Sprachausgabe unter anderem auch die englische Tonspur; ein Wechsel der Sprache ist aber nur vor dem Start der Kampagne möglich. Online- oder Multiplayermodi gibt es nicht. Das Spiel hat von der USK eine Freigabe ab 18 Jahren bekommen. Besonders makaber wirken die sogenannten "Nahkampf-Überwältigungen" mit dem Kampfmesser - diese lassen sich in den Optionen auf eine etwas weniger brutale "Nicht tödlich"-Variante umstellen.

Fazit

Wer sich die weniger wilden Szenarios der beiden ersten Mafia-Spiele zurückwünscht, sollte dem dritten Teil eine Chance geben. Den Entwicklern ist es gelungen, trotz eines Umfelds von Vietnamkrieg und Rassenhass im rauen gesellschaftlichen und politischen Klima der späten 70er Jahre eine Welt zu schaffen, in der man sich gerne aufhält. Die schwarze Community und die verbündeten Gangsterkreise von New Bordeaux sind alles in allem sogar die vielleicht sympathischste "ehrenwerte Familie" der Serie.

Die Handlung mit ihren interessanten und facettenreichen Figuren - allen voran natürlich Lincoln Clay - ist die große Stärke von Mafia 3. Die Story bietet tolle Unterhaltung mit vielen Überraschungen und erzählt gleichzeitig auf glaubwürdige und auch für Europäer interessante Art von einer eher düsteren Epoche der US-Geschichte. Es wäre schön, wenn mehr Entwickler den Mut zu dieser Art von Serious Game hätten!

Abseits der Haupthandlung offenbart Mafia 3 aber auch einige Schwächen. Wer ein GTA im Mafia-Szenario erwartet, kommt wie bei den Vorgängern mangels spannender Nebenaufgaben nicht auf seine Kosten. Dezent genervt haben uns auch Fehlerchen wie die auf engem Raum manchmal hakelige Steuerung, die schlechte KI, das doofe Savegame-System und die stellenweise seltsam detailarme Grafik. Dennoch: Wer Spiele mit guter Handlung mag, sollte Mafia 3 ansteuern.

 Mafia 3 im Test: Sex, Drogen und Rassismus
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Laforma 23. Okt 2016

haha geiles video, vito wird verhaftet und lincoln sofort niedergeballert. wie im...

DieTatsaechlich... 16. Okt 2016

Ich glaub, da ist nicht ganz rüber gekommen, was ich sagen wollte: Man sollte sich...

Vaako 12. Okt 2016

Also wenn du das erarbeiten nennst bissi mats zu kaufen und dann 500 stahldolche per...

ollyhal 12. Okt 2016

ähm, nein... wird es nicht. Die Sechziger Jahre sind die Jahre 1960-1969.

Dwalinn 12. Okt 2016

Ich finde es ist in GTA V deutlich leichter der Polizei zu entkommen. Bin in Mafia 3 nun...


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