Maersk: Tankschiff erhält auf See Post per Drohne
Maersk Tankers(öffnet im neuen Fenster) hat laut einem Bericht der Website G-Captain(öffnet im neuen Fenster) testweise den Tanker Maersk Edgar(öffnet im neuen Fenster) mit einer Drohne aus der Luft mit einem kleinen Paket beliefert, das über dem Schiff abgeworfen wurde. Die Drohne LE 4-8X Dual Atex(öffnet im neuen Fenster) stammt vom französischen Hersteller Xamen(öffnet im neuen Fenster) und ist für Flüge in explosionsfähigen Atmosphären zugelassen. Das Schwestermodell LE 4-8 X Dual(öffnet im neuen Fenster) hat diese Zulassung nicht.
Die Auslieferung fand in der Nähe von Kalundborg in Dänemark statt. Die Drohne war vorher von einem kleinen Schiff in der Nähe des Tankers gestartet(öffnet im neuen Fenster) und wurde manuell geflogen. Ursprünglich sollte sie von Land aus zum Schiff fliegen, doch dieser Versuch sei aufgrund des Wetters abgesagt worden, berichtet G-Captain. Das 2 kg schwere Paket wurde aus fünf Metern Höhe ausgeklinkt und fiel wunschgemäß auf ein Deck des Tankschiffs.
Drohnenlieferung soll Geld sparen
Maersk(öffnet im neuen Fenster) will untersuchen, ob künftig Drohnen statt kleiner Schiffe die großen Containerschiffe und Öltanker mit wichtigen Kleinlieferungen versorgen können: Das soll die Kosten senken. Gedacht ist dabei an kleine Ersatzteile, Briefe oder Medikamente.
Ein Unternehmensmanager sagte, eine Lieferung von einem kleinen Schiff aus koste im Schnitt 1.000 US-Dollar. Teilweise würden auch deutlich höhere Preise verlangt. Die großen Containerschiffe und Tanker können in viele Häfen nicht einfahren, so dass sie auf diese Weise versorgt werden müssen.
Pro Jahr komme es etwa dreimal vor, dass ein Schiff ein Paket zugestellt bekomme, das vom Gewicht und von der Größe her dem Testpaket entspreche, teilte das Unternehmen mit. Maersk Tankers besitzt rund 100 Schiffe.
Maersk will künftig auch erproben, ob sich das Innere von Tanks mit Drohnen untersuchen lässt. Diese Drohnen müssen aber besonders sicher sein. So darf selbst bei einem Absturz kein Funkenschlag entstehen.
Drohnen als Paketboten
Auch andere Unternehmen wollen Drohnen zur Paketauslieferung verwenden. So brachte Ende 2013 eine DHL-Drohne testweise eine Lieferung mit Arzneimitteln über den Rhein in die Postzentrale. Auch eine Apotheke auf der Nordseeinsel Juist wurde von der Deutschen Post im Herbst 2014 in einem Pilotversuch per Drohnenflug mit Nachschub versorgt.
Amazon stellte im November 2015 ein neues Design für seine Lieferdrohnen vor. Dabei handelt es sich nicht mehr um reine Quadcopter, sondern um Flugzeuge, die senkrecht starten und landen können. Amazons Drohne soll rund 25 km weit fliegen können und eine Geschwindigkeit von knapp 90 km/h erreichen.
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