Kampfsystem und das Fazit

Dieses Spielgefühl zieht sich durch viele Elemente von Mad Max. Es gilt auch für die Nahkämpfe: Immer wieder müssen wir etwa Banditen in Prügeleien von ihrem traurigen Schicksal erlösen. Das Kampfsystem ist von der Batman-Serie abgekupfert - einem Spiel, das über den gleichen Publisher (Warner Bros Interactive Entertainment) entstanden ist.

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Zwar sind die Schlägereien in Mad Max weniger komplex, die Steuerung und Feindaufschaltung funktioniert nicht ganz so perfekt wie beim Kollegen Batman. Aber nach kurzer Eingewöhnung hat uns das Ganze dann doch Spaß gemacht, auch wenn sich das Schema trotz kleinerer Fähigkeiten-Upgrades im Spielverlauf kaum ändert. Generell ist der einzige Schwierigkeitsgrad in Mad Max irgendwo zwischen "fair" und "zu einfach" angesiedelt - erfahrene Spieler dürften sich unterfordert fühlen.

So haben wir etwa irgendwann gemerkt, dass wir in vielen Autokämpfen unser Vehikel auch einfach verlassen können. Die Gegner versuchen dann zwar noch ein paarmal, uns umzufahren - aber da können wir so gut wie immer problemlos ausweichen. Nach ein paar Augenblicken steigen die Feinde ebenfalls aus ihrem Wagen und lassen sich mit ein paar Faustschlägen oder einem Schuss aus unserer Schrotflinte so gut wie immer erledigen.

  • In einem finsteren Tal darf sich Max die Karosserie für sein Hauptauto aussuchen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Nahkämpfe sind deutlich von der Batman-Serie inspiriert. (Screenshot: Golem.de)
  • Immer wieder gibt es schicke Feuer- und Flammeneffekte zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Statt mit Medipacks frischt Max seine Gesundheit mit Wasser auf. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Werkstatt von Chum herrscht organisiertes Chaos. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Auto wird im Spielverlauf mit neuem und besserem Zubehör ausgestattet. (Screenshot: Golem.de)
  • Durch Erfüllen von Aufgaben kann Max bestimmte Fähigkeiten verbessern. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Heißluftballon erkundet der Spieler die Landschaft. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte lässt sich die Route festlegen. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Kameramodus kann man besonders schicke Fotos schießen. (Screenshot: Golem.de)
  • Von einer Plattform genießt Max die Weitsicht... (Screenshot: Golem.de)
Durch Erfüllen von Aufgaben kann Max bestimmte Fähigkeiten verbessern. (Screenshot: Golem.de)

Das Spiel ist beim schwedischen Entwicklerstudio Avalanche entstanden, das parallel übrigens für Square Enix am Sandbox-Actionspiel Just Cause 3 arbeitet. Beide Titel basieren auf der hauseigenen Avalanche Engine, die sich in Mad Max gut macht. Insbesondere die detailreiche, vielfältige und flüssig dargestellte Landschaft sowie die sehenswerten Wettereffekte wie Sandstürme machen einen starken Eindruck.

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Mad Max ist für Windows PC (rund 40 Euro) sowie für Playstation 4 und Xbox One (rund 60 Euro) erhältlich. Das Programm enthält deutsche Bildschirm- und Menütexte sowie (sehr kleine) Untertitel. Die sind auch nötig, denn deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, und das teils auch noch genuschelte Australisch der Originalsprecher ist kaum zu verstehen. Schnitte inhaltlicher Art gibt es keine, die USK hat eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt.

Fazit

Die ersten paar Stunden in Mad Max machen richtig gute Laune! Ständig passiert was Neues, es gibt schön animierte Schlägereien und rasante Verfolgungsjagden. Dazu kommen eine sehenswerte Landschaft und der eine oder andere skurrile Charakter.

Auf Dauer gibt es aber zu wenig Abwechslung. Die Kämpfe etwa fanden wir die ersten paar Male zwar herausfordernd - aber als wir den Dreh raushatten, blieb fast nur Routine. Ähnliches gilt für andere Spielsysteme, von der Suche nach Schrott bis zum Erkunden der Umgebung. Auch die Story hat uns nicht richtig gepackt, zumal der anarchisch gemeinte Humor nur selten zündet.

Aber trotz seiner Schwächen bleibt Mad Max vermutlich noch länger auf unserer Festplatte. Wer kein extrem schweißtreibendes Spektakel sucht, sondern nach Feierabend einfach mal eine halbe Stunde mit spaßiger Baller- und Fahr-Action in eine offene Welt eintauchen möchte, macht mit diesem solide gemachten Abenteuer wenig falsch.

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 Mad Max im Test: Sandbox voll mit schönem Schrott
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