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Lange Liste von Fehlfunktionen

Die Liste dieser Probleme ließe sich noch beliebig verlängern: Die Foren sind voll entsprechender Hilfegesuche, allerdings lassen sich einige davon auch nicht unbedingt reproduzieren: Sie scheinen eine Folge von Software- oder Treiberproblemen zu sein oder mit spezifischen Mac-Modellen zusammenzuhängen. Manche der Fehler mit Drittanbieter-Anwendungen und -Hardware können dabei meist über Workarounds – etwa die Aktualisierung von Drittanbieter-Software – behoben werden.

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Systemnahe Fehler können möglicherweise durch einen PRAM- oder SMC-Reset oder das einmalige Starten im abgesicherten Modus sowie den Einsatz eines Wartungs-Tools wie Onyx behoben werden, weil sie mit alten Systemdateien zusammenhängen.

Bei vielen der beschriebenen Probleme hilft betroffenen Nutzern allerdings nur eines: hoffen, dass genug User den Bug bei Apple melden – und dass Apple ihn zeitnah behebt.

Apples jährliche Upgrade-Frequenz wird bleiben

Allerdings hat Apple inzwischen selbst indirekt eingeräumt, dass es mit Sonoma nicht so gut läuft: Laut einem Bericht von Bloomberg soll Apple-Software-Chef Craig Federighi die Arbeit am Sonoma-Nachfolger MacOS 15 sowie den entsprechenden iOS- und iPadOS-Versionen für 2024 auf Eis gelegt haben: Zunächst sollen Fehler im Code der aktuellen Systeme behoben werden.

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Laut Bloomberg handelt es sich hierbei um einen "seltenes Vorgehen", das nur mit den Problemen in den aktuellen Versionen zusammenhängen kann. Gut möglich, dass es dadurch im kommenden Jahr zu Verzögerungen beim Release der neuen Version kommt.

Das bedeutet aber nicht, dass Apple Abstand von seinen jährlichen Upgrade-Zyklen nehmen wird: Einerseits bieten sich die regelmäßigen Major Releases passend zu den jeweils neuen iPhone-Modellen an. Andererseits waren sie in der Vergangenheit auch eine praktische Methode, um neue Features zeitgleich auf allen Systemen auszurollen.

Positiver Nebeneffekt, zumindest aus Apples Sicht, dürfte auch sein, dass mit jedem Upgrade eine Reihe von Altgeräten obsolet gemacht wird, weil sie das Upgrade oder Teile der neuen Features nicht mehr erhalten: Das sorgt für erwartbare Neukäufe – und letztlich für ein zuverlässiges Umsatzplus in Cupertino.

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