Zum Hauptinhalt Zur Navigation

MacOS High Sierra: Apple blockiert Kernel-Extensions von Drittanbietern

Unter Apples neuem Betriebssystem MacOS High Sierra können Kernel-Extensions von Drittanbietern zwar weiter genutzt werden, doch der Nutzer muss sie zeitnah tief verborgen im System freigeben. Das beunruhigt Software-Anbieter, die um ihre Geschäfte fürchten.
/ Michael Linden
24 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Apple schiebt Kernel-Extensions einen Riegel vor. (Bild: Apple)
Apple schiebt Kernel-Extensions einen Riegel vor. Bild: Apple

Apple blockiert ab der nächsten Version von MacOS Systemerweiterungen von Drittanbietern. Wer dennoch sogenannte Kernel-Extensions nutzen will, muss sie als Nutzer freigeben, wie es in Apples Entwicklerdokumentation unter der Überschrift Secure Kernel Extension Loading(öffnet im neuen Fenster) heißt. Die Freigabe muss innerhalb einer halben Stunde erfolgen, indem in den Systemeinstellungen der Punkt Sicherheit und Datenschutz geöffnet und die Anwendungsfreigabe unter einer neuen Rubrik aktiviert werden muss. Dort werden auch der Name des Entwicklers beziehungsweise die Herstellerfirma genannt.

Die aus Sicherheitsgründen eingebaute Neuerung führt zu Unruhe bei den Entwicklern solcher Erweiterungen. Sie müssen ihre Extension bereits seit einiger Zeit signieren und fürchten, dass nur noch wenige Anwender die Installation hinbekommen.

Für Unternehmenskunden, die Software verteilen, die Kernel-Erweiterungen enthält, soll es weiterhin möglich sein, dass dies ohne Benutzergenehmigung erfolgt. Apple will ein Befehlszeilen-Tool veröffentlichen, um die Sicherheitsfunktion abzuschalten. Details dazu will das Unternehmen noch veröffentlichen.

Aktuell befindet sich MacOS High Sierra im Betatest für zahlende Entwickler. Ende Juni 2017 will Apple die kostenlose Betaphase für Teilnehmer des Apple-Seed-Programms eröffnen, die auch iOS 11 umfasst. Auf Produktivsystemen sollten die Testversionen nicht eingesetzt werden.


Relevante Themen