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MacOS 27 Golden Gate im Test: Mehr Speed, mehr KI, kaum Bugs - und was ist mit Siri AI?

Mit MacOS 27 fällt die letzte Unterstützung für Intel-Macs. Dafür hat Apple die KI jetzt tief im System verankert. Viel davon ist hilfreich, aber das Haupt-Feature derzeit eher nicht.
/ Christian Rentrop
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Die Oberfläche in MacOS 27 (Bild: Screenshot: Christian Rentrop)
Die Oberfläche in MacOS 27 Bild: Screenshot: Christian Rentrop
Inhalt
  1. MacOS 27 Golden Gate im Test: Mehr Speed, mehr KI, kaum Bugs - und was ist mit Siri AI?
  2. Reibungslose Installation
  3. Neue Features? Eher viele kleine Verbesserungen
  4. KI in Safari: clevere Extras
  5. Die Spotlight-Suche wurde massiv verbessert
  6. Kindersicherung: die große kleine Neuerung

Über 27 GByte Download. Das zeigt mein Macbook Air M5 an, als es mir das Update auf MacOS 27 Golden Gate meldet. Und das passt ja, denke ich: Jedes Jahr werden die Apple-Systeme ein wenig fetter, jedes Jahr verspricht Apple das schnellste und beste MacOS aller Zeiten.

Und jedes Jahr nimmt Apple ältere Macs aus dem Spiel, ergänzt ein paar Features – und das war es dann auch. Ist dieser Zyklus nötig? Wohl eher nicht. Allerdings ist es in diesem Jahr anders.

Es gibt genau zwei gute Gründe, sofort auf MacOS 27 umzusteigen, vor allem als Nutzer von Apple-Silicon-Macs, weil Apple die Intel-Codebasis gestrichen hat. MacOS 27 läuft jetzt auf keinem Intel-Mac mehr. Weniger Code bedeutet weniger Ballast, keine doppelte Code-Basis mehr für alle Anwendungen und das System selbst. Und damit deutlich effizientere Ressourcennutzung und weniger technische Probleme.

Der zweite Grund ist eher ästhetischer Natur: Apples Liquid Glass, eingeführt mit MacOS 26 Tahoe (Test) im vergangenen Herbst, hat die eigenen Ambitionen nie wirklich erfüllt.

Auch die nachgerüstete Abschaltfunktion brachte da nichts: Das System wirkte ein wenig wie gewollt, aber nicht gekonnt. Apples Windows Vista, wenn man so will. Mich hat Liquid Glass allerdings nie gestört, auch wenn es vereinzelt alles andere als konsistent war. Mit MacOS 27 setzt Apple an dieser Stelle auf Feinschliff.

Apple Intelligence ist jetzt Google Gemini, aber privat

Ein dritter – und eigentlich der wichtigste – Grund für einen schnellen Umstieg wäre die Optimierung des Mac-Betriebssystems für das KI-Zeitalter: Der persönliche Assistent, jetzt Siri AI genannt, soll deutlich leistungsfähiger sein als sein Vorgänger und agentische Aufgaben übernehmen.

Dazu beendet Apple die eigene Apple-Intelligence-Fummelei und gibt sich geschlagen: Unter der Haube arbeitet Google Gemini, allerdings so, dass Datenschutzprobleme vermieden werden sollen.

Apple löst das über eine lokale Ausführung, bei komplexeren Aufgaben springt eine cloudbasierte Version namens Private Cloud Compute (PCC) auf Apples Servern ein, die zwar in der Cloud läuft – dort aber auf Zero-Knowledge setzt.

Siri AI ist aktuell bisher nicht auf deutschen Systemen verfügbar; wer die KI ausprobieren will, muss sein MacOS derzeit auf US-Englisch umschalten und auch in den Siri-Einstellungen US-Englisch als Sprache auswählen. Dann klappt es.

Die deutsche Version soll im Laufe des Jahres folgen. Dementsprechend sind die KI-Features derzeit noch kein Umstiegsgrund – es sei denn, man möchte den Mac auf Englisch bedienen. Deutschsprachige Systeme müssen vorerst mit dem depperten Uralt-Siri leben. Aber dazu später.


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