Reibungslose Installation
Die Installation des neuen MacOS-Systems dauert samt Download bei meinem Macbook Air rund eine Stunde. Voreinstellungen, Apps und alle anderen Dinge werden reibungslos übernommen, es gibt also – zumindest bei mir – keine Probleme beim Upgrade.
Einzig der Microsoft-Mailaccount in Apple Mail meldet sich, als ich das Programm öffne, weil er einen neuen Login braucht.
Nach der Installation fragt MacOS 27 direkt, welcher Grad von Liquid Glass genutzt werden solle. Ein Schieberegler ermöglicht das stufenlose Einstellen des optischen Effekts von sehr stark bis quasi nicht vorhanden. Die mittlere Voreinstellung ist gut anzuschauen, also behalte ich sie bei.
Dann kann es auch schon losgehen. Ich spiele ein wenig herum, warte, bis die üblichen Worker-Prozesse für Spotlight durchgelaufen sind, und starte das System erneut.
Sofort fällt auf: MacOS 27 startet deutlich flotter als sein Vorgänger: Mein Macbook Air M5 mit ordentlich Software startet, trotz Filevault und manueller Passworteingabe, in rund 20 Sekunden. Und alle zuvor geöffneten Apps sind dann bereits verfügbar.
Apps starten, ohne lange zu zögern, selbst meine großen Bibliotheken in der Fotos- oder Musik-App sind in einem Augenblick da. Ohne Frage: MacOS 27 ist rasant, ein ganz anderes Nutzungsgefühl als noch bei den Vorgängern.
Das Ausmisten der Intel-Reste hat MacOS gutgetan, auch wenn Intel-Mac-Besitzer darüber fluchen dürften, zumal der gute alte Opencore-Legacy-Patcher nun auch nicht mehr greift. Ein wenig erinnert MacOS 27 Golden Gate damit an MacOS Snow Leopard anno 2009: Auch damals erstrahlte Mac OS X, befreit von alten PowerPC-Binaries, im neuen, flotten Glanz.
Homogeneres Design gefällt, ist aber immer noch nicht stimmig
Neben Liquid Glass, das bis auf die Möglichkeit des Feintunings eigentlich genauso aussieht wie in MacOS 26, hat Apple aber mehr an der Oberfläche getan, als man zunächst bemerkt: Die mitgelieferten System-Apps – von Musik über Maps und Notizen bis zu Fotos – besitzen jetzt konsistente Sidebars ähnlich wie bislang im Finder, die Informationen und Menüelemente sehr übersichtlich darstellen.
Vorbei die Zeit der Liquid-Glass-Unübersichtlichkeit mit durchsichtigen Popdown-Menüs und unsichtbaren Schiebern. Apple beschränkt die durchsichtigen Elemente auf Designakzente. Allerdings fällt mir sofort eine Neuerung auf, die Steve Jobs wohl nicht gefallen hätte: Im Nachtmodus mit dunklen Bedienelementen sehen die drei Ampel-Punkte in der linken oberen Ecke inaktiver Fenster eiförmig aus.
Ob sich das wegguckt? Mal sehen. Irritierend ist es allemal, wenn auch ein eher unwichtiger Design-Flaw.
Lästiger finde ich, dass die Widgets auf dem Desktop oder in der Mitteilungszentrale immer noch nicht automatisch als Liquid Glass erscheinen. Wer das möchte, muss aber auch damit leben, dass das Dock im Liquid-Glass-Modus erscheint.
Technisch gesehen mögen die beiden Funktionen zusammenhängen, schöner wäre aber, wenn sich die Darstellung separat umschalten ließe.
Doch was bringt MacOS 27 abseits von der Verbesserung der Code-Qualität und den KI-Funktionen?
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